OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Friedhof und Grabmal in Kunst und Literatur

 - Februar 2000
Ausgabe: 
Nr. 68, I, 2000

Gerade das abgelaufene Jahr 1999 hat gezeigt, daß Sterben, Tod und Trauer zunehmend ins öffentliche Bewußtsein gerückt sind und mit Kritik am herrschenden Umgang mit dem Tod nicht mehr gespart wird.

Dies gilt nicht zuletzt für die immer noch sehr strengen Vorschriften zur Grabgestaltung auf deutschen Friedhöfen. Zwei Presseartikel, die im Herbst im "Spiegel" und "Focus" erschienen, haben sich sehr kritisch mit den deutschen Grabgestaltungsvorschriften auseinandergesetzt. Dabei wurde deutlich, wie sehr diese Vorschriften als Einengung, ja Mißachtung der individuellen Persönlichkeit und ihrer Entfaltungsmöglichkeiten gesehen werden. Der Jurist Tade M. Spranger hat in seiner jüngst erschienenen Dissertation aus rechtlicher Perspektive gezeigt, daß mit solchen Vorschriften in der Tat persönliche Grundrechte verletzt werden. Auf sein Buch wird in der Rubrik "Neue Bücher" hingewiesen.

Titelblatt
Titelseite Nr. 68
"Der Judenfriedhof", Gemälde von Jakob van Ruisdael

Die "Ohlsdorf"-Doppelnummer Nr. 66/67 anläßlich des zehnjährigen Jubiläums des "Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e.V." fand viel Anerkennung – nicht zuletzt, was die äußere Gestaltung anbelangte. Leider ist es aus Kostengründen derzeit nicht möglich, ein farbiges Titelbild und einen besseren Druck für alle Ausgaben zu realisieren. Vielleicht aber bietet das im Herbst 2000 bevorstehende fünfjährige Bestehen der Zeitschrift wieder einmal einen Anlaß, beim äußeren Erscheinungsbild neue Wege zu gehen ...

Heft-Rubrik: 

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