Für die Mitglieder und Freundinnen des Förderkreises sind seit vielen Jahren die Exkursionen des Vereins zu verschiedenen Friedhofszielen in Deutschland und manchmal auch im benachbarten Ausland eine wichtige Tradition. Im Laufe der Zeit wurden dabei viele neue Eindrücke gesammelt, Kontakte zu anderen Vereinen und zu einzelnen Enthusiasten geschlossen und der Austausch mit Gleichgesinnten vertieft.
Als klar war, dass die Friedhöfe Finkenriek, Kirchdorf Amtshof und Finkenwerder (alt und neu) ab 2025 zur Verwaltung der Hamburger Friedhöfe AöR kommen würden, wurde "sogar der Sprung über die Elbe gewagt", um die Begräbnisplätze und die dort tätigen Ehrenamtlichen kennen zu lernen. Als Höhepunkte dieser Fahrt wurden die imposanten Grabplatten auf dem Friedhof Kirchwerder zusammen mit der Kirche St. Severini sowie die Geschichten vom verlorenen Dorf Altenwerder und seinen Bewohnern empfunden.
Mit dem Schwerpunkt dieses Heftes haben wir die damals geschlossenen Kontakte wiederbelebt und um Beiträge zu dieser Ausgabe gebeten. Damit wollen wir auf die besondere und historisch bedeutende Friedhofskultur der Vier- und Marschlande aufmerksam machen und sie all jenen vorstellen, die bei der Exkursion nicht dabei sein konnten. Vielleicht regt das manchen Hamburger ja auch zu einer eigenen Kurzexkursion auf die andere Seite der Elbe an.
Hinzuweisen ist außerdem auf das Thema der Darstellung von Weiblichkeit in der Grabmalkunst des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Wir veröffentlichen in dieser und der folgenden Ausgabe die Forschung von Lena Rebekka Rehberger zu den Werken zweier schwedischer Künstlerinnen, die besondere Aufmerksamkeit verdienen.