Vom 8. bis 31. Juli 2025 war in der St. Marienkirche in Lübeck eine Foto-Ausstellung zu sehen, die sich mit dem Krieg und seinen tödlichen Folgen, aber auch den Versuchen der Versöhnung befasste. Anlass war der 80. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges. Die Aufnahmen stammen vom Hamburger Fotografen Harald Schmitt.
Der 1948 geborene Harald Schmitt hatte lange Jahre als Fotoreporter für das Magazin "Stern" gearbeitet. Er wurde sechsmal mit dem bedeutenden World Press Photo Award ausgezeichnet.
Für die Lübecker Ausstellung legte er zehntausende Kilometer in zahlreichen Ländern zurück und fotografierte Schauplätze des Krieges und des Todes unter anderem auf Friedhöfen und in Wäldern, bisweilen heute "lost places". Aber zugleich suchte er Zeichen der Versöhnung in der Landschaft. Die von der S. Fischer Stiftung und der Lübecker Possehl-Stiftung geförderte Fotoausstellung umfasst rund 100 Fotografien. Einen großen Raum nehmen die beiden Weltkriege ein, deren landschaftliche Zeugnisse und Erinnerungsorte Harald Schmitt fotografierte, darunter die Strände der Normandie und Soldatenfriedhöfe. Dabei spielen auch Szenen der Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich eine Rolle. Andere fotografierte Orte des Krieges sind die von deutschen Luftangriffen starkzerstörte Stadt Coventry und die Schlachtfelder von Verdun.
Begleitend erschien im Juli 2025 Harald Schmitts Fotoessay "Krieg, Frieden, Versöhnung", mit dem der Ausstellung nachgespürt werden kann (Sandstein-Verlag Dresden, 28 × 24 cm, 196 Seiten, 115 meist farbige Abb., Festeinband mit Leinenrücken, 44,00 €).