Mit dem Buch "Neue Schauplätze der Trauer" thematisieren die Herausgeber eine öffentliche Erscheinungsform der Trauer, die sich seit den 1990er Jahren immer häufiger in spontanen Gedenkstätten außerhalb von Friedhöfen manifestiert. Die Autorinnen und Autoren dieses Buches gehören dabei teilweise zu den Studierenden der Empirischen Kulturwissenschaft an der Universität Hamburg.
Deutlich wird an allen Beiträgen, dass öffentliche Trauer sei es um bekannte Persönlichkeiten, sei es um die Toten von Anschlägen oder um Mordfälle heute ein große Zahl von Menschen zu mobilisieren vermag und sozusagen wortwörtlich auf die Straße bringt. An Ort und Stelle werden Blumen, Kerzen und Erinnerungsstücke - zum Teil in riesigen Mengen und damit von einer riesigen Menschenmenge - abgelegt und Bilder davon werden durch die Medien weltweit verbreitet; wie gerade bei dem Anschlag auf den Magdeburger Weihnachtsmarkt wieder zu sehen war.
Den Herausgebern dieses Buches ist zu danken, dass sie die Untersuchung dieser neuen Schauplätze der Trauer angeregt haben, so dass Geschichte und die Hintergründe ihrer Entstehung greifbar werden.
Anm. der Redaktion: Das Buch wird am 7. April 2025 auf dem Ohlsdorfer Friedhof von den Herausgebern und Autorinnen persönlich vorgestellt; siehe dazu die Veranstaltungshinweise.
Norbert Fischer und Simon J. Walter (Hrsg.), Neue Schauplätze der Trauer. Fachverlag des deutschen Bestattungs-gewerbes, Düsseldorf 2025.