OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Politische Friedhofskultur: Friedhöfe in Belfast (Teil 2)

 - Mai 2012
Ausgabe: 
Nr. 117, II, 2012

4. Die Politische Dimension der Friedhofskultur in Belfast

Bereits ihre unmittelbare Nähe und fast zeitgleiche Gründung deuten neben den Rechtsformen auf eine Diskrepanz zwischen der politischen Planung, der Umsetzung in konfessionellen Fragen und der gesellschaftlichen Akzeptanz hin. Der kommunale Stadtfriedhof verfügte dank der Erweiterung 1912 von 55 um 54 Acres auf 109 Acres stets über freie Kapazitäten für alle Konfessionen, während der Milltown Friedhof stark überfüllt war. Während der Troubles war aus Sicherheitsgründen eine Nutzung des Stadtfriedhofs für Nicht-Katholiken nicht möglich, da die britische Armee das Gebiet abriegelte und die IRA in diesem Gebiet eigene "Polizei-" und Verwaltungsstrukturen besaß. Ein Fort der Polizei lag gegenüber vom Eingangsportal des Milltown Friedhofs, da der Friedhof auch für Zusammenkünfte der Paramilitärs genutzt wurde und sich bei den Beerdigungen und Gedenkfeiern von der britischen Polizei gesuchte Paramilitärs dort aufhielten.1 Die Beerdigungen wurden von beiden Parteien instrumentalisiert, um die eigene politische Idee zu befördern. Die politischen Toten waren aus der Sicht der IRA-Anhänger für den Kampf eines vereinigten Irlands und für bestimmte politische Rechte gestorben, während die Gegenseite der Loyalisten ihre "Heimat" Großbritannien verteidigte. Daher wurde die Beisetzung und Trauer als öffentliches Ereignis im öffentlichen Raum von der Gemeinschaft zelebriert. Die Legitimation des Todes förderte die starke Bindung innerhalb der Gruppe, die ohnehin aus einem engen familiären Beziehungsgeflecht bestand. Das Durchschnittsalter der Begrabenen und der Besucher auf dem Milltown Friedhof liegt deutlich unter dem des Stadtfriedhofs, da die Paramilitärs in den 1980er Jahren vorwiegend Jugendliche und junge Männer anwarben und unter den zivilen Opfern auch viele Kinder und Jugendliche waren. Für die nicht getöteten IRA-Aktivisten, die oft 10-15 Jahre im Gefängnis verbrachten, nach ihrer Entlassung um die 40 Jahre alt waren und erstmals Gelegenheit hatten die Kameraden auf dem Friedhof zu besuchen, mag dies auch weiterhin zur Vergangenheitsbewältigung als "Überlebende" und zur Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle im Konflikt beitragen, wie bei der Exkursion am 1.6.2009 von dem Touristenführer von Coiste deutlich gemacht wurde.

4.1 Symbole und Rituale

Die politische Totenehrung in Nordirland verfolgte zwei Strategien: erstens die Konstruktion einer Gemeinschaft, die entweder für ein vereintes Irland oder für das Vereinigte Königreich kämpfte, und zweitens die "Visualisierung von Herrschaftsstrukturen"2, in dem Sinne, dass die Paramilitärs der IRA sich als politische Bewegung verstanden und als solche inszenierten. Die politische Totenehrung kommt vor allem in Symbolen und Ritualen zum Ausdruck. Das augenfälligste Symbol auf einem Friedhof sind die Grabsteine.

Auf dem Stadtfriedhof findet sich eine Formen- und Stilvielfalt, die von schlichten Grabplatten, Urnen, aufwendigen viktorianischen Monumenten und Säulen, einem Schiffsanker, Büsten oder Reliefs bis zu rein ornamentalen Keltenkreuzen reicht.3 Letztere waren im 19. Jahrhundert in Mode und noch nicht mit einer politischen Ideologie verbunden.4 Finden sich Keltenkreuze auf dem Stadtfriedhof vereinzelt neben anderen großformatigen Grabmälern, dominieren sie auf dem Milltown Friedhof das Erscheinungsbild. Darüber hinaus finden sich auf dem katholischen Friedhof überlebensgroße Marien-, Christus- und Engelsfiguren sowie ganze Kreuzigungsszenen. Auf dem Stadtfriedhof wurden Gräber von Soldaten des Ersten und Zweiten Weltkrieges mit Dienstgrad und Todesursache versehen. Die Besonderheit in Hinblick auf den Nordirlandkonflikt ist, dass auf den Grabsteinen die Tradition und Symbolik von Kriegsgräbern übernommen wurde, auch wenn er offiziell nicht als Krieg anerkannt ist. Erstens sind die Dienstgrade vermerkt: Captain, Lieutenant und Volunteer für Hauptmann, Leutnant und freiwilliger Angehöriger; zweitens wurde die Organisation genannt, welcher der Verstorbene angehörte: IRA, "Provisional Irish Republican Army" (PIRA), "Irish National Liberation Army" (INLA) oder andere; drittens der Bereich innerhalb der Partei: "Bat. und Brig. stehen für die jeweiligen Einheiten der Kämpfer, z.B. für das 1. Bataillon der West Belfast Brigade"5; viertens wurde die Todesursache benannt: "Killed in Action", "Killed on Service" oder "Killed on active Service" bezeichnen die Tötung im Einsatz. "Killed in Accident" kann sowohl einen Unfall, Tod im "friendly fire" durch die Kameraden oder bei dem Bau von Bomben beinhalten. Dem "Executed", also Hingerichteten, folgen die "Victims", also die sowohl zivilen als auch paramilitärischen Organisationen angehörenden Opfer. Die Hierarchie der Toten spielte im Selbstverständnis der Hinterbliebenen eine große Rolle. Auch heute macht es einen Unterschied, wie der Touristenführer von Coiste erklärte, ob gewaltbereite Jugendliche durch Brandsätze bei Straßenschlachten oder beim Selberbasteln verletzt oder getötet werden. Die Argumentation für die Bereitstellung von Brandsätzen durch das Paramilitär lautet, dass man nicht verhindern könne, dass auch heutige Generationen sich Straßenschlachten liefern, sehr wohl aber verhindern könne, dass sie beim Bau derselben sich umbringen oder verstümmeln.6 Die Friedhofsgeschichte kann hier eine abschreckende Wirkung zeigen, wenn die Einzelschicksale vermittelt werden und die Konfliktparteien generationenübergreifend in einen Dialog treten.

Neben der Inschrift können verschiedene Symbole auf den Grabsteinen von Bedeutung sein. "Victorian funerary architecture usually reflected an individual´s wealth and status in society […]"7 schreibt Tom Hartley, doch in den Abbildungen vom Stadtfriedhof zeigt er neben dem Reichtum und sozialem Status vor allem individuelle Bezüge, wie Segel- oder Dampfschiffe für Reeder, einen Kricketspieler, florale Muster für einen Botaniker, einen Sämann bei Sonnenaufgang oder auch Getreideähren für Bäcker, Freimaurersymbole, Portraits und Büsten, einen Schiffsankergrabstein. Auf Marinegräbern finden sich Reliefs von Ankern, auf historischen Kriegsgräbern hingegen sind Schwerter mit Fahnen, Helme und diverse Orden zu sehen. Die Soldatengräber des Ersten und Zweiten Weltkrieges sind schlicht, ohne Waffen und Orden, soweit das auf den Abbildungen ersichtlich ist.

Auf dem Milltown Friedhof spiegeln die Darstellungen auf den Grabsteinen der Troubles durch politische und nationale Symbole vor allem die Rolle des Verstorbenen für die Gemeinschaft.

Selbst die weiße Blüte der Calla ist auf diesen Grabsteinen kein bloßes Zeichen für Unsterblichkeit, wie es in der Trauerfloristik Brauch ist. Da in Dublin die Kirchen zu Ostern mit den "Easter Lilies" geschmückt waren, wurden sie zum Symbol des Osteraufstandes von 1916 und der Unabhängigkeitsbewegung. Ab 1970 wurde die Blume als Symbol von der „Provisional IRA” (PIRA) und der "Official IRA" (OIRA) verwendet.8 Es handelt sich bei der weißen Calla also um ein politisches Statement, das an prominentester Stelle auf dem "republican plot" die Gedenktafel quer durchzieht und so den Text teils unlesbar verdeckt. Gesten wie betende Hände oder das Händehalten sind auf Friedhöfen nicht ungewöhnlich. Im "republican plot" lässt sich die Faust auf einem Grabstein als Körpersprache des Verstorbenen lesen, der im oder für den Kampf starb, aber auch als Bildsymbol der Mahnung an die Hinterbliebenen, diesen Kampf fortzusetzen.9 Häufig findet sich eine rote Hand oder Faust auf weißem Grund: "The Red Hand of Ulster"10 ist das Wappen der O’Neill Familie. Es wird als einziges Symbol von beiden Konfliktparteien verwendet, wobei es häufiger auf protestantischer Seite zu finden ist und die sechs Bezirke von Nordirland repräsentiert, während das Symbol für Katholiken den Widerstand der O‘Neills gegen die britischen Besatzer und daher die neun Bezirke von Ulster verkörpert.11 Auf dem Belfaster Stadtfriedhof hingegen finden sich weniger bedeutungsschwere Handmotive: Die Gebärdensprache auf dem Grabstein von Francis Maginn zeigt lediglich seine Initialen und verweist so auf seine Verdienste für die Gehörlosenschule.12 Da die Kultur und Symbolik von Nordirland sich dem unkundigen Betrachter nicht leicht erschließt, bleiben sie entweder unbemerkt, missverstanden oder überinterpretiert. Über die symbolische Bedeutung von Flaggen, die das Stadt- und Straßenbild Belfasts als Fahnen, Paradebanner, Wandbemalungen oder auf Bordsteinkanten prägen, meint Neil Jarman, sie spielten eine große Rolle bei der Definierung von kultureller, politischer und kollektiver Identität: Als visuelle Erinnerung hielten sie den Konflikt von vermeintlich aufeinanderstoßenden "Kulturen" vor Augen.13 Die Nationalfahne dient neben der territorialen Abgrenzung vor allem der Bestätigung der – zumindest ideellen – Zugehörigkeit zu einem Staat. In der Friedhofskultur werden Flaggen bei Staatsbegräbnissen von Soldaten oder Polizisten über dem Sarg gebreitet. Bei der Begräbniszeremonie gilt das Ritual des Fahne-Senkens als stellvertretende Verneigung vor dem Toten. Staatstrauer wird in Nordirland mit dem "Union Jack" auf Halbmast angezeigt. Die Särge von Mitgliedern der überwiegend protestantischen Polizei oder Armee wurden ebenfalls in die Fahne gehüllt. Mit dem Karfreitagsabkommen wurde zwar die Gleichberechtigung der katholischen und protestantischen "Identitäten" geregelt, dies betrifft jedoch nicht das Hissen der irischen "Tricolour", die nach wie vor als Provokation ausgelegt wird, wie Neil Jarman erläutert.14 Da in einigen Straßen nicht nur Fahnen wehen, sondern selbst die Bordsteinkanten in den Flaggenfarben der Anwohner gestrichen werden und so für jedermann als "protestantisch" oder "katholisches" Viertel kenntlich sind, verwundert es, kaum die irischen Farben auch auf dem Milltown Friedhof wiederzufinden. Grün, Rot und Weiß findet sich auf zahlreichen Grab- und Gedenksteinen, aber auch bei Gedenkfeiern sind zahlreiche Fahnen zu sehen.

Paramilitärische Uniformen werden nicht nur bei der Beerdigung von Kameraden getragen, sie finden sich z. B. auch auf Grabsteinen. Ein anschauliches Beispiel hierfür findet sich bei Paul Fox, dessen Grabmal die Form eines aufgeschlagenen Buches hat, das weder die Lebensdaten noch sonst einen persönlichen Hinweis enthält. Statt dessen findet sich über der Widmung von den Angehörigen eine Zeichnung, die einen IRA-Kämpfer in Uniform und mit der Waffe in der Hand zeigt, der die irische Fahne emporschwingt, während er gleichzeitig den Union Jack mit den Füßen tritt. Pseudomilitärische Sepulkralkultur wird durch Uniformen, Flaggen und die Grabinschriften mit den Dienstgraden inszeniert, aber auch durch Handlungen wie das Salutieren hochrangiger Paramilitärs mit Masken am aufgebahrten Sarg, dem Fahnensenken und Salvenschüssen am Grab. So wird auf einem Grabmal die Inschrift von zwei Paramilitärs gerahmt, die Kopf und Waffe senken, als würden sie neben seinem Grab trauern.

Für polizeilich gesuchte Paramilitärs oder Inhaftierte war dies praktisch oft nicht möglich. Die Beisetzung von Bobby Sands 1981 wurde von hochrangigen IRA-Mitgliedern begleitet, die nach Salvenschüssen unter heftigem Applaus der Anwesenden im Laufschritt davon eilten, während der Armee-Hubschrauber, der über dem Friedhof kreiste, die Verfolgung aufnahm.15 Bei diesem Medienspektakel traf die Tradition des Kirchenasyls auf eine politische Großdemonstration des 20. Jahrhunderts, die außerhalb der Begräbnisfeierlichkeiten nicht zugelassen worden wäre. Zudem wäre ein ähnliches Blutbad wie am "Bloody-Sunday" 1972 in Derry zu befürchten gewesen, mit dem die Bürgerrechtsdemonstration damals beendet wurde und zur Eskalation des Konfliktes führte.16 Das Staatsbegräbnis von Bobby Sands und die damit verbundene weltweite Öffentlichkeit boten den Demonstranten Schutz. Berücksichtigt man das widersprüchliche Verhältnis, dass ein Großaufgebot der britische Armee und Polizei ein Begräbnis eines Abgeordneten des Unterhauses erst begleitet und im Anschluss dann Trauergäste jagte, verwundern die heftigen Ausschreitungen nach der Beerdigung nicht. Durch die Einhaltung militärischer Rituale haben die Paramilitärs sich das Gepräge eines Staatsbegräbnisses verliehen, das sonst nur die britischen Soldaten oder Polizisten erhalten haben. Dies zeigt das Selbstverständnis der Paramilitärs, die sich in einem politischen Bürgerkrieg befanden, während die britische Regierung von Kriminalität sprach und jegliche politischen Motive negierte.17

Zu den Ritualen gehören auch die jährlichen Gedenkfeiern, wie zum Beispiel anlässlich des Osteraufstands von 1916. Beachtet man die große Beteiligung von 500 Demonstranten, die am 7.4.2010 zum Milltown Friedhof marschierten, "to remember all those who gave their lives in the cause of Irish freedom" und die Dokumentation im Internet18, wird die Aktualität dieses Kultes deutlich. Zwar wird der bewaffnete Kampf abgelehnt, der friedliche politische Kampf hingegen wird fortgesetzt. Gedenkfeiern bieten die Gelegenheit Menschen zusammenzubringen, geben einen sicheren und legitimierten Rahmen für Emotionen, beteuern die kollektiven Ideale und den Zusammenhalt über den Tod hinaus.

4.2 Rolle der Konfessionen im Konflikt

Der Nordirlandkonflikt ist kein Religionskrieg, er wird nicht um Religionen geführt, sondern ist ein macht- und sozialpolitischer Konflikt, der entlang der Konfessionslinien ausgetragen wird. Eine enge Verknüpfung von Religion und Politik besteht seit der Christianisierung der Insel: "Das Ineinanderwirken von keltischer Sozialverfassung und christlicher Erneuerung schuf indessen eine einzigartige Verbindung. Die Identifizierung von christlich und irisch hat hier ihre tiefen Wurzeln."19 Die Unterdrückung einer (religiösen) Minderheit führte immer auch zu politischem Widerstand, der in Irland maßgeblich von den Geistlichen mitgetragen wurde.20 Nach Schulze-Marmeling entstanden um 1790 sowohl der irische Republikanismus als auch der "irische Protestantismus”21. Die Unabhängigkeitsbewegung der „United Irishmen Society" in Belfast, die 1791 unter protestantischer Führung gegründet wurde, spaltete sich nach internen Konflikten in konfessionell getrennte Lager. Die Konstruktion von "nationaler Identität", die sich zuvor an politischen Motiven orientierte und sich grob an der Frage der britischen oder der Selbstregierung Irlands teilte, wurde nun an religiöse Zugehörigkeit gebunden. Ende des 18. Jahrhunderts wurde Belfast zu einem "Hort religiösen Sektierertums und des Antirepublikanismus"22. Insgesamt lässt sich Folgendes festhalten:

"Der Protestantismus wurde von den britischen Konservativen instrumentalisiert, um eine feste und dauerhafte Anbindung der Arbeiterschaft an den Konservatismus zu bewerkstelligen und eine klassenübergreifende ‚protestantische Volksgemeinschaft‘ zu konstruieren, die sich über rassistische und antikatholische Abgrenzung definierte und von materiellen Privilegien unterfüttert wurde."23

Die Konfession war Bindeglied für die politische Einheit von Industriellen und protestantischer Arbeiterschaft auf der einen, sowie Ausschlusskriterium für die Katholiken auf der anderen Seite, die sowohl wirtschaftlich als auch politisch isoliert wurden. Da Konfessionszugehörigkeit und Bürgerrechte bzw. politische Unterdrückung im kausalen Zusammenhang standen, waren religiöse und bürgerliche Freiheit untrennbar geworden und damit die Identifizierung von Nation und Konfession in britisch-protestantisch und irisch-katholisch.24 Die Auswirkungen des Nordirlandkonfliktes auf die Bestattungskultur zeigen sich am Deutlichsten im pseudo-militärischen Charakter von Ritualen und Symbolen. Die religiösen Elemente treten gegenüber der politischen Idee in den Hintergrund. Selbst das Kirchenasyl, das eine Verfolgung hochrangiger Paramilitärs auf dem Friedhof unterband, ermöglichte vor allem eine medienwirksame Repräsentation derselben und parodierte so die anschließende Hetzjagd nach den Begräbnissen.

Zwar wurde auch in Nordirland der Umgang mit den Toten institutionalisiert, die Trauer und Totenehrung verlagerte sich jedoch nicht in den privaten Raum, sofern die Todesursache von öffentlichem Interesse war. Der Totenkult, schreibt Papenheim: "betraf ursprünglich nicht die aktuellen Todesfälle, sondern reflektierte als Ahnenkult die Ursprünge der Gemeinschaft."25 In der Antike war der Totenkult vom gesellschaftlichen Rang abhängig, während im mittelalterlichen Christentum der irdische Verdienst allein von Gott beurteilt wurde, wobei Fürbitten der Hinterbliebenen das Seelenheil beeinflussen konnten und der Heiligen- und Märtyrerkult florierte. Nicht jedoch in Irland: Hier gab es im Mittelalter keine christlichen Märtyrer, keine Ketzerbewegung oder Hexenverfolgungen wie in Mitteleuropa26, da die keltische Kultur offen für die neue Religion war, die: "In ihrer Lehre und Organisationsform […] den keltischen Vorstellungen" angepasst wurde.27 Im Märtyrerkult des 20. Jahrhunderts von Nordirland scheinen sich eher antike als christliche Elemente zu vereinen, da Ursprung, Legitimation und Fortbestand der Gemeinschaft im Mittelpunkt stehen. Der Märtyrertod wird heute in der westlichen Welt eher im Zusammenhang mit fundamentalistischen Anhängern des Islams bzw. den Terroristen von "09/11" thematisiert. Standen früher bei christlichen "Märtyrern" und heute bei islamistischen "Terroristen"28 vorwiegend oder zumindest dem Anschein nach religiöse Motive im Vordergrund, ist im Nordirlandkonflikt die nationale Identität und Einheit das Ziel. Märtyrer können politische und gesellschaftliche Veränderungen bewirken, wie 09/11 oder der Osteraufstand 1916 in Dublin, der zur irischen Unabhängigkeit führte, belegen. Erst die brutale Niederschlagung des Aufstandes durch die britische Armee und die Inszenierung der Hinrichtungen, die sich über Wochen hinzogen, machten aus den Anführern Märtyrern und das entscheidende: "[…] (the executions) roused the previously uninterested Irish public, and turned them against British rule."29 Ebenso gewaltfördernd war das Massaker vom Bloody Sunday 1972, das weitere Märtyrer produzierte als auch die Hemmschwelle für den bewaffneten Kampf brach. Der Märtyrerkult ist an konkrete Ereignisse gebunden, wie dem Tod von Personen, Begräbnisfeiern oder an einen Gedenkmarsch. Diese dienten einerseits der Erinnerung und Festigung von Werten und Zielen der Bewegung, andererseits mahnten sie die Hinterbliebenen den Toten zu rächen und in seinem Sinne weiterzukämpfen. Die strenge politische Haltung von Margaret Thatcher machte Bobby Sands 1981 zu einem Märtyrer: "His death provoked street protests in many cities around the world and riots in Northern Ireland, creating worldwide media attention and sympathy."30 Post hebt hervor, dass die Wahl von Bobby Sands zum Abgeordneten den Republikanern den Weg zum politischen Wahlkampf aufzeigte und damit für den Friedensprozess von Bedeutung war.

Milltown
Der Republican Plot auf dem Milltown Friedhof. Foto: C. Schmidt

Ein Sonderfall für die Überschneidung von politischen und religiösen Motiven in der Friedhofskultur stellt das Begräbnis von Denis Donaldson 2006 auf dem Stadtfriedhof dar. Als früheres IRA-Mitglied wurde er kurz nach dem Bekanntwerden seiner Spionage-Tätigkeit für die britische Regierung von der Splittergruppe "Real IRA" ermordet, was die IRA selbst verurteilte.31 Auf der Wikipedia-Seite zum Belfaster Stadtfriedhof wurde hierzu geschrieben: "His burial in the City Cemetery rather than in the 'republican plot' of Milltown Cemetery was significant, as it was seen as a final snub by the republican movement."32 Der Wikipedia Artikel über Donaldson selber enthält keinen vergleichbaren Kommentar. Die Beerdigung in geweihter Erde auf dem Milltown Friedhof wurde ihm als Katholiken von den Republikanern verwehrt. Wie Litten treffend feststellt: "If nothing else, the private cemeteries could limit access."33 Der Sonderfall des Denis Donaldson zeigt uns mehrere Facetten: Erstens war die Ermordung eine direkte Strafe für den Verrat. Zweitens wird ihm als Verräter die politische und religiöse Gemeinschaft auf dem Milltown Friedhof und damit das Andenken der Hinterbliebenen verwehrt, also eine posthume Bestrafung. Über die Französische Revolution schreibt Papenheim:

"Im Gegensatz zum Gericht über die Seele, das Gott vorbehalten ist, war der Nachruhm, der dem Verstorbenen zugesprochen wurde und die Überlebenden in die Pflicht nahm, […] allein vom Votum der Revolutionäre selbst abhängig."34

Die politische Gemeinschaft wollte Donaldson sanktionieren, erreichte jedoch damit genau das Gegenteil, denn wie Gerhard Pries schreibt: "Es hat sogar den Anschein, daß mit damnatio memoriae belegte Personen auch gerade wegen dieser Sanktion im Gedächtnis der Nachwelt haften geblieben sind".35 Und drittens war in der religiösen Vorstellung der katholischen Kirche ein Begräbnis in nicht geweihter Erde eine Vorwegnahme des himmlischen Gerichtes über die Seele. Ein kommunaler Stadtfriedhof erweist sich in solchen Fällen als wichtige, weil neutrale Institution, die unabhängig von politischen oder religiösen Motiven agiert.

4.3 Rolle der Friedhöfe im Friedensprozess

Während des Bürgerkriegs konnte der Stadtfriedhof, der sich inmitten des Kriegszentrums befand, nicht von Protestanten besucht oder genutzt werden. Seit den 1960ern nutzten diese deswegen den "Roselawn Cemetery" im Osten der Stadt. Da der Milltown Friedhof kaum noch freie Kapazitäten besaß, erfolgte 1979 die erste katholische Beisetzung im erweiterten "Glenalina"-Teil.36 Führte der politische Konflikt und die Missachtung der religiösen Besonderheiten zur Neugründung des Milltown Friedhofs und trotz zeitweiligem erheblichen Platzmangel zur Weiternutzung, so können in der Gegenwart individuelle Gründe für die Beisetzung auf dem Stadtfriedhof im Vordergrund stehen. Die demografische Entwicklung macht eine Nutzung des Stadtfriedhofs künftig notwendig, sofern nicht ausschließlich Urnenbeisetzungen erfolgen sollen.

Der Dialog zwischen den Konfliktparteien ist ein wesentlicher Bestandteil des Friedensprozesses. Die Friedhöfe können hierfür als "Kommunikationsraum"37 genutzt werden, ebenso die "Murals" oder das Internet. Das Stadtbild von Belfast wird von den Murals geprägt, das sind großformatige Wandbilder an den fensterlosen Frontseiten von Gebäuden, die im Konflikt meist kämpferische und paramilitärische Inhalte zeigten. Nicht selten wurden nach Anschlägen Journalisten vor der Kamera mit einem Mural im Hintergrund postiert, so dass einige der Bilder weltweit im Nachrichten-Fernsehen zu sehen waren und längst zu einer touristischen Attraktion geworden sind. 38 Für den Friedhofskontext sind Murals relevant, die Portraits von Verstorbenen zeigen, sowie Szenen des Sterbens und Trauerns, die bewusst Assoziationen mit der Passionsgeschichte Christi bezwecken und den Märtyrerkult fördern. Ähnlich wie Kreuze am Straßenrand sind die mit Wandfarbe gemalten Bilder durch Witterungseinflüsse vergänglich, sofern sie nicht regelmäßig übermalt werden. Zahlreiche Murals mit Portraits von Bobby Sands sind noch heute farbenfroh erhalten, ebenfalls die zahlreichen Hungerstreik-Sujets und Kollagen mit Portraits der Opfer diverser Anschläge. Sie sind im Alltag präsent und – neben der privaten Trauer der Angehörigen – erinnern sie auch folgende Generationen und Touristen an den Konflikt und seine Opfer.

Als überregionaler Ort der Kommunikation verfügt der Stadtfriedhof über die Homepage www.belfastcity.gov.uk/citycemetery, die ebenso wie die anderen kommunalen Friedhöfe von der Stadt verwaltet wird und als besonderen Link den weltweit verstreuten Immigranten Ahnenforschung anbietet. Die Homepage enthält kurze Informationen zur unterirdischen Mauer und den Kriegsgräbern der Weltkriege, jedoch keine Informationen zur jüngeren Vergangenheit.39 Als einziges wird der Vandalismus an einigen Gräbern angesprochen. Beide Friedhöfe sind vom Vandalismus betroffen, wobei eine große Unwissenheit bei den Tätern über die geschändeten Grabmale offenkundig wird, wie Tom Hartley in einem Vortrag auf "YouTube" bemerkt. Die Führungen über die Friedhöfe vermitteln Hintergrundwissen und fördern die Akzeptanz der historischen Persönlichkeiten und der Stadtgeschichte. Sie können vor Vandalismus nicht schützen, aber den Dialog fördern. Bedenkt man die Medienpräsenz des Milltown-Friedhofs in Presse, Fernsehen, Reiseführern und den politischen Touristentouren verwundert es, dass auf Wikipedia überwiegend von den tragischen Ereignissen berichtet wird, aber wenig zur Friedhofsgeschichte. Die Homepage wiederum befasst sich mit Ereignissen der älteren Friedhofsgeschichte und reißt die jüngeren Ereignisse nur kurz an.40

Die Homepage www.milltowncemetery.com für den Milltown Friedhof ist Teil eines Belfaster Geschichtsprojektes und beleuchtet kaum die Zeit der Troubles. Grund hierfür könnten Interessenskonflikte zwischen der zivilen und paramilitärischen Bevölkerung sein, die kämpferischen Parolen der Grabinschriften könnten den Friedensbemühungen entgegenstehen, sofern sie nicht kontextualisiert werden.

Dem extremen Wunsch nach Frieden steht ein langsamer, schrittweiser Friedensprozess gegenüber, der durchaus nicht allein mit ökonomischem Fortschritt erkauft werden kann. Auf die Frage, warum ausgerechnet jetzt Frieden geschlossen worden sei und nicht bereits früher oder später, wurde mehrfach geantwortet: "Weil ich jetzt Familie habe, weil meine Kinder nicht damit konfrontiert werden sollen."41 Die gemeinschaftliche Identität wird jetzt den individuellen Lebensvorstellungen untergeordnet. Hier setzt auch die Aufarbeitung, wie Tom Hartley sie für den Stadtfriedhof begonnen hat, an: Indem die Einzelschicksale erforscht und erzählt werden, kann die Pluralität dem einseitigen Geschichtsbild entgegen wirken, dass in der Vergangenheit instrumentalisiert und missbraucht wurde. Im großen Lexikon der Bestattungs- und Friedhofskultur findet sich unter dem Artikel zur "Identität" der Hinweis, dass sich die Forschung zunehmend für die "Bedeutung von Grab, Grabmal und Denkmal für die Identität von Gruppen" interessiert:

"Deutlich wird, dass der gesamte Bereich des Sepulkralwesens seine Bedeutung daraus schöpft, dass die Erinnerung an Verstorbene der Selbstdefinition von Gruppen dient, die diese notwendig nach außen tragen. Dieses Prinzip war vor allem in einer ständisch organisierten Gesellschaft von Bedeutung, wobei der Vorgang gegenüber und die Abgrenzung zu anderen Gruppen eine wichtige Rolle spielten. Je individueller eine Gesellschaft wird, desto weniger bedeutsam wird der Grabkult."42

In der Gegenwart wurden die ökonomischen und politischen Ungleichheiten weitgehend behoben, so dass die Gesellschaft in Belfast zumindest unter diesen Aspekten nicht mehr polarisiert wird. Zudem ist eine Individualisierung der Betroffenen als auch der nachfolgenden Generationen zu verzeichnen. "Nach einer Phase der Entkollektivierung in unserer Gesellschaft, die einen Bedeutungsverlust von Bestattung und Grab nach sich zogen, scheint sich eine neue Suche nach Identität im kleineren Kreis zu entwickeln."43, so Sörries. Die Belfaster Friedhofskultur scheint sich hier in einer Übergangsphase zu befinden, bei der noch nicht von einer Entkollektivierung gesprochen werden kann, die aber trotz oder gerade durch die touristische Attraktivität der Friedhöfe das Individuum weiter ins Blickfeld rückt.

1 Vgl. S. 263 Schulze-Marmeling; Bericht von Coiste bei der Exkursion 2009, Video von der Beisetzung Bobby Sands: http://video.google.com/videoplay?docid=850148316444326136#fs
2 Vgl. S. 7 Redlin
3 Vgl. S. 69, S. 166 Hartley
4 Vgl. S. 78 Hartley
5 Siehe http://reisen.ciao.de/Milltown_Cemetery_Belfast__Test_3053471.
6 Info bei der Führung von Coiste 2009
7 S. 26 Hartley
8http://www.cain.ulst.ac.uk/images/symbols/nationrepub.htm.
9 Vgl. S. 218 Hartley
10http://www.cain.ulst.ac.uk/images/symbols/crosstrad.htm#redhand,
http://www.cain.ulst.ac.uk/images/symbols/nationrepub.htm
11 Die Region Ulster im Norden Irlands bestand aus 9 Bezirken. Nach der Unabhängigkeit Irlands von 1921 verblieben 6 Bezirke unter britischer Regierung und wurden Nordirland.
12 Vgl. S. 218 Hartley
13 Vgl. S. 5, 20 Jarman
14 Vgl. S. 3 Jarman
15http://video.google.com/videoplay?docid=850148316444326136#fs
16http://de.wikipedia.org/wiki/Blutsonntag_%28Nordirland_1972%29.
17 Margaret Thatcher am 20.11.1980 „The government will never concede political status to the hunger strikers, or to any others convicted of criminal offences in the province.“ und am 21.04.1981 „We are not prepared to consider special category status for certain groups of people serving sentences for crime. Crime is crime is crime, it is not political.“
http://cain.ulst.ac.uk/othelem/chron/ch81.htm
18http://newryrepublican.blogspot.com/2010/04/belfast-eirigi-remembers-191...
19 S. 11 Maurer
20 Vgl. S. 163 ff. Maurer
21 Vgl. S. 30 Schulze-Marmeling
22 Vgl. S. 26 Schulze-Marmeling
23 S. 38 Schulze-Marmeling
24 S. 262 Schulze-Marmeling
25 S. 4 Papenheim
26 Vgl. S. 12 Maurer
27 S. 28-29 Maurer
28 Meine westlich geprägte Sicht auf den Märtyrerkult ist nicht wertfrei, daher in Anführungszeichen. Die Wertung der politischen Dimension ist ebenso wie im Nordirlandkonflikt vom Zeit- und Standpunkt des Betrachters abhängig.
29 S. 42 Post
30 S. 52 Post
31 Vgl. http://en.wikipedia.org/wiki/Denis_Donaldson#Sources.2Ffurther_information
32http://en.wikipedia.org/wiki/Belfast_City_Cemetery
33 S. 135 Litten
34 S. 275 Papenheim
35 S. 247 Ries
36 S. 25 Hartley
37 Vgl. S. 229 Schneider
38 S. 256 Schulze-Marmeling
39http://www.belfastcity.gov.uk/citycemetery/history.asp
40http://www.milltowncemetery.com
41 Gespräche mit einem IRA-Mitglied von Coiste, mit einem Bogside Artist in Derry, im Restaurant, von zwei ausländischen Studenten am Institut für Konfliktforschung bestätigt
42 "Identität", Lexikon Bd. 2, Sörries
43 Ebd.

Literaturverzeichnis

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