Direkt zum Inhalt

OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Das Linne-Denkmal ist in Auftrag gegeben worden

Bereits in der letzten Ausgabe dieser Zeitschrift wurde ausführlich über den Verlauf und das Ergebnis des Wettbewerbs zur Erlangung eines realisierbaren Entwurfs eines Linne-Denkmals auf dem Ohlsdorfer Friedhof berichtet und auch schon angedeutet, dass die Gesamtfinanzierung gesichert sei.

Zwischenzeitlich sind die erforderlichen Steinmetzarbeiten und die des Garten- und Landschaftsbaus ausgeschrieben und die preisgünstigsten Anbieter damit beauftragt worden. Nach dem Zeitplan wurde Anfang August mit den Bauarbeiten begonnen. Die Detailplanung, die Ausschreibung und die Bauüberwachung liegen in den Händen des Wettbewerbspreisträgers, des Büros tv-p.design. Die Herren Post und Weisser nehmen ihre Aufgabe mit großer Sorgfalt wahr. Ein gemeinsamer und erfolgreicher Besuch im Steinbruch Obernkirchen bei Hannover war notwendig, um die enge Zeitspanne zwischen Beauftragung und Lieferung des Steinmaterials zu überwinden.

Die Vorbereitungen, das Linne-Denkmal in würdiger Form der Öffentlichkeit vorzustellen, haben begonnen und werden in enger Zusammenarbeit mit dem Öffentlichkeitsreferat des Friedhofs durchgeführt. Als Termin für die Vorstellung ist der 16. September 2007 festgelegt worden, der Tag des Friedhofs, an dem weitere Veranstaltungen auf dem Ohlsdorfer Friedhof geplant sind. Näheres war bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Am gleichen Tag werden auch die Ergebnisse des zweistufigen Wettbewerbs in der Friedhofsverwaltung ausgestellt. Hierzu werden einige Künstler aus der Vorrunde zu diesem Wettbewerb erwartet. Die Mitglieder des Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e.V. und andere ausgesuchte Personen werden persönlich eingeladen, aber auch die Medien werden darauf aufmerksam machen.

Nach dem derzeitigen Stand bedarf die Realisierung des Linne-Denkmals eines finanziellen Aufwands von etwa 38.000 Euro. Diese Summe ist gedeckt durch Spenden, Zuschüsse und Eigenleistungen folgender Personen und Vereinigungen:

Deutsche Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur
Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V.
Hamburger Friedhöfe -AöR-
Kulturbehörde Hamburg
Inge und Hans-Jörg Mauss
Obernkirchener Sandsteinbrüche
Werner Otto

Entwurfs-Modell
Entwurfs-Modell für das geplante Linne-Denkmal auf dem Ohlsdorfer Friedhof (Foto: Schulze)

Die gartendenkmalpflegerisch als notwendig erachtete Wiederherstellung der Nord-Süd-Achse zwischen Mittelallee und dem so genannten T-Teich kann naturgemäß erst im kommenden Winterhalbjahr 2007/08 verwirklicht werden. Die dafür geschätzten Kosten in Höhe von 15.000 Euro hat die Stiftung Denkmalpflege Hamburg zugesichert zu übernehmen. Die insgesamt 53.000 Euro sind eine Summe, von der der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V. nicht einmal zu träumen gewagt hat, als im Vorstand des Vereins um das Jahr 2003 die Idee für ein Denkmal keimte. Die Herzlichkeit des Dankes an die Geldgeber ist daher an dieser Stelle kaum zu formulieren. Der Vorstand hofft, am Tag des Friedhofs den Dank persönlich aussprechen zu können.

Es ist beabsichtigt, vier schmale, 2,80 m hohe Pfeiler aus Obernkirchner Sandstein zu errichten und auf der gegenüber liegenden Seite des Weges eine pultartige Informationsstele aus dem gleichen Material. In knapp gehaltenen Texten wird dort auf Metalltafeln auf das Linne-Denkmal, auf die ausführenden Firmen und natürlich auch auf die Spender und Geldgeber hingewiesen.

Das Denkmal für Otto Linne unterstreicht seinen Einfluss auf die Gestalt des Ohlsdorfer Friedhofs und macht sogleich sein Werk erkennbar. So stellt es nicht seine Person, sondern sein Werk in den Vordergrund.

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Kapellen in Ohlsdorf Orte des Abschieds (August 2007).
Erkunden Sie auch die Inhalte der bisherigen Themenhefte (1999-2020).