OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Beisetzungsfeier nicht lebend geborener Kinder

 - August 2004
Ausgabe: 
Nr. 86, III, 2004

Mit einer vier Generationen – von Urgroßeltern bis zu Geschwistern im Kleinkindalter – umfassenden Trauergemeinde wurden im vergangenen Frühjahr die Aschen von 112 nicht lebend im katholischen Marienkrankenhaus Hamburg geborener Kinder gemeinsam in einer Urne beigesetzt.

Die ökumenische Trauerfeier an der Ohlsdorfer Patenschaftsgrabstätte des Hospitals (Grablage X 4, 42-43; s. „Ohlsdorf”, Heft 84, I/2004) war von den Krankenhausseelsorgern Reinhard Schobernd OFM und Hildegard Emmermann gestaltet worden. Im Anschluss daran waren die Angehörigen eingeladen, für die Kinder, die, so die Inschrift auf dem Grabmal, „gestorben sind, bevor sie das Licht der Welt erblicken konnten”, Blumen und Erinnerungsstücke niederzulegen, eine Kerze zu entzünden und auf das Grab zu stellen. Darüber hinaus erhielten sie zur Erinnerung ein Faltblatt mit der Abbildung des Grabmonuments und dem Wortlaut des gemeinsam gesprochenen Gebets sowie ein weiteres mit einem zur Meditation anregenden Text.

Zweimal jährlich, im Frühling und im Herbst, lädt das Marienkrankenhaus zur Trauerfeier und Beisetzung der in ihrem Haus leblos geborenen Kinder ein. Die Grabstätte wird ehrenamtlich gepflegt.

Heft-Rubrik: 

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