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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Andrea Kammeier-Nebel/Walter Schiffer: Der Jüdische Friedhof in Schermbeck.

Ein kleiner Leitfaden. Hrsg. Jüdisches Museum Westfalen. Dorsten 2017, 90 Seiten, zahlreiche, meist farbige Abb.

In Deutschland gibt es über 2.000 jüdische Friedhöfe, etliche von ihnen sind überaregional bekannt (zum Beispiel Worms, Hamburg-Altona). Aber auch in vielen kleineren Orten haben diese Zeugnisse jüdischen Lebens überdauert. Dies gilt auch für Schermbeck (Kreis Wesel/Nordrhein-Westfalen), wo die ersten jüdischen Bestattungen im 17. Jahrhundert stattfanden. Die bis heute erhaltenen 31 Grab- und zwei Gedenksteine stammen aus der Zeit seit dem 19. Jahrhundert. Dem Jüdischen Museum Westfalen und den Autoren Andrea Kammeier-Nebel und Walter Schiffer ist es zu verdanken, dass der Nachwelt die Geschichte dieses Kleinods jüdischen Lebens und Sterbens in kompetenter und zugleich einfühlsamer Weise erläutert wird. Über die Grabsteine und ihre Inschriften wird die Brücke geschlagen zu den hier bestatteten Familien und Personen. Zahlreiche historische und aktuelle Fotos bereichern den schön gestalteten Band. Hinzu kommen ein Lageplan nebst Liste der Grabstätten, hebräisches Alphabet, die Monate des jüdischen Kalenders und ausführliches Literaturverzeichnis.

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Wo der Hund begraben liegt - Tierfriedhöfe (Februar 2018).
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