OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Neuer Umgang mit Sterben, Tod und Trauer: Fallstudien aus Theorie und Praxis

 - Mai 2015
Ausgabe: 
Nr. 129, II, 2015

Vortragsreihe im Allgemeinen Vorlesungswesen der Universität Hamburg
Eintritt frei, alle sind willkommen! Zeit: jeweils mittwochs, 18.15–19.45 Uhr. Ort: Universität/Hauptgebäude, Hörsaal J, Edmund-Siemers-Allee 1.

Sterben und Tod, Bestattungs-, Trauer- und Abschiedskultur rücken in jüngerer Zeit immer stärker in den Brennpunkt einer fächerübergreifenden Forschung. Haben sich akademische Disziplinen wie Kunstgeschichte, Archäologie, Ethnologie und Volkskunde/Kulturanthropologie schon seit langem mit solchen Themen befasst, so wächst auch die Zahl der Forschungen beispielweise in Soziologie, Geschichte, Psychologie, Medienwissenschaft oder Medizin rapide an. Die Flut neuerer Publikationen scheint kaum noch überschaubar. Auch in der Praxis – etwa in der Pflege und Seelsorge sowie bei Bestattern – wächst das Bedürfnis nach qualifizierter Ausbildung, um mit den Themen Sterben, Tod und Trauer angemessen umgehen zu können. Ethische Fragen spielen eine immer größere Rolle. Mit anderen Worten: Von einer vermeintlichen „Verdrängung“ des Todes kann längst keine Rede mehr sein. Die Vortragsreihe möchte beleuchten, wie gegenwärtig mit dem Themenspektrum Sterben und Tod, Bestattung und Trauer in unterschiedlichen Disziplinen und Arbeitsfeldern umgegangen wird. Sie versammelt sowohl Einblicke in aktuelle wissenschaftliche Forschungsprojekte als auch Reflexionen aus der Praxis. Nächste Termine:

Mi., 20.5.2015 Dr. Andreas Ströbl (Forschungsstelle Gruft, Lübeck): Sarg und Grabmal – Wechselspiele zwischen Repräsentation und Verhüllung

Mi., 3.6.2015 Dr. Swantje Göbel (Univ. Freiburg/Brsg.): Systemische Überlegungen zur Implementierung einer Abschiedskultur in einer medizintechnikorientierten Machbarkeitswelt

Mi., 10.6.2015 Prof. Birgit Recki (Philosophische Fakultät, Univ. Hamburg): Zur Ontologie des Todes

Mi., 17.6.2015 Prof. Dr. em. Dieter Birnbacher (Univ. Düsseldorf): Ethische Überlegungen über Lebensende und Selbstbestimmung
Mi., 24.6.2015 Marion Koch MA (Freie Mitarbeiterin der Hamburger Kunsthalle): Darstellungen von Vanitas und Tod in der europäischen Kunst. Eine Betrachtung durch die Jahrhunderte.

Mi., 1.7.2015 Prof. Dr. Klaus Püschel (Leiter Institut für Rechtsmedizin, UKE Hamburg): Der (nicht)natürliche Tod aus rechtsmedizinischer Sicht

Mi., 8.7.2015 Pastorin Erneli Martens (Leiterin Notfallseelsorge Hamburg): Vom Sinn und Unsinn der "Warum?"-Frage

Koordination:
Prof. Dr. Norbert Fischer (Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie, Universität Hamburg) und Holger Wende (Ehrenamtlicher Hospizbegleiter, Beirat Institut für Trauerarbeit)

Heft-Rubrik: 

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