Dieses Themenheft zeigt, dass die Beziehung zwischen Stadt und Tod durch das Zusammentreffen religiöser, hygienischer, technisch-industrieller und ästhetischer Diskurse geprägt ist. Die Beiträge konzentrieren sich auf den Tod unter Stadtbewohnern.
Dazu gehören beispielsweise Stadtmagistrate oder religiöse Würdenträger, die in ländlichen Gebieten nicht in gleichem Maße vertreten waren. Die Toten werden als Teil der städtischen Umwelt verstanden.
Die Beiträge dieser Sonderausgabe verstehen die städtischen Toten als Linse für die Stadtgeschichte im Allgemeinen. Beiträge: Martin Christ/Dieter Schott: Die Stadt und der Tod; Norbert Fischer: Stadt, Friedhof und Natur: Zur Entwicklung landschaftlicher Friedhöfe im urbanen Raum vom 18.bis zum frühen 21. Jahrhundert, Rüdiger Hachtmann: Zweierlei Tod in Berlin 1848 und 1849. Märzgefallene und Choleraopfer; Verena Kümmel: Die Stadt als Bühne öffentlicher Totenfeiern. Paris, London und Berlin; Benedikt Brunner: Sterben in der 'Stadt ohne Gott'. Säkularisierungsdeutungen, Urbanität und die Frage nach der Zukunft des christlichen Sterbens; Carolin Kosuch: Die Ewige Stadt und der Tod im 19.Jahrhundert. Bestattungsorte Nichtreligiöser in Rom; Martin Christ: Die Etablierung des "Jewish Burial Ground" in Wolverhampton, England (1851); Bethany M Wade: A Cemetery Fit for a Cultured and Christian City: Religious Freedom, Cultural Diversity, and the Urban Landscape in the Late-19th-Century Spanish Caribbean; Dieter Schott: Leitrezension: Neue Perspektiven auf städtische 'Todesräume' in der sozialwissenschaftlichen Forschung.
(Zusammenfassung der Herausgeber/Inhaltsverzeichnis)
Die Stadt und der Tod - Themenheft "Moderne Stadtgeschichte", Jahrgang 2025, 1. Halbjahresband, Hrsg.: Martin Christ und Dieter Schott, Berlin 2025, 236 Seiten, mit zahlreichen, teils farbigen Abbildungen; ISSN: 2941-6159 online, kostenloser Download unter https://moderne-stadtgeschichte.de