Überall Veränderung: Unter diesem Motto stand der letzte Vortrag der Herbst-Winter-Saison 2024/25.
Und eine der ganz großen Veränderungen findet zurzeit in unserem kleinen Museum im südlichen Retiraden-Gebäude statt. Das ursprünglich als Toilettengebäude erbaute Haus beherbergte später den "Friedhofskulturdienst" und ist seit fast 30 Jahren Museum. Als solches bedurfte es der dringenden Erneuerung. Nach etlichen Ab-und Rücksprachen mit der Friedhofsverwaltung wurde vor einem Jahr die auch auf kleine Museen spezialisierte Agentur Schröder AV-Medien mit der Neukonzeption beauftragt.
Inzwischen wurde eine Bildpräsentation gezeigt und erläutert. In dem zugehörigen Konzept heißt es, die "Gesamtgestaltung unterliegt einer Dramaturgie, die darauf abzielt, 'Neugier zu wecken, Wahrnehmung zu unterstützen (...) oder auch Emotionen herbei zu führen'" (das Zitat bezieht sich auf die Aussagen im LVR Museumsheft Nr. 2 "Gestalterische Elemente in der Ausstellung", S. 5).
Eine zeitgemäße Präsentation von Objekten und Informationen ist in Arbeit -beginnend mit Baumaßnahmen und endend mit fertigen, auch digitalen Angeboten.
Ein ziemlich dickes Brett, das wir vom Museumsteam bearbeiten -und wir hoffen, in diesem Sommer wieder eröffnen zu können.
Während der Renovierung residiert der Förderkreis im nördlichen Retiraden-Gebäude, dem vormaligen Infohäuschen.
Lutz Rehkopf berichtete dann, was es seitens des Friedhofs an Neuerungen gibt. Erbeschrieb spannend die neuen Wasserbeisetzungen, so dass neben Erde und Feuer auch diesem Element in Ohlsdorf Rechnung getragen wird.
Im Anschluss daran fand die turnusmäßig fällige Mitgliederversammlung statt. Der erste Vorsitzende Michael Karbenk informierteüber die diversen Projekte, die zum Teil etwas "auf Eis" liegen, da zurzeit alle Energie ins Museum fließt. Die Arbeiten zu denkmalgeschützten Steinen und Restaurierungen werden im Rahmen der Herbst-Winter-Vorträge 2025/26 vorgestellt werden. Der Baufortschritt im Museum wurde detailliert erörtert.
Ein weiteres Thema der Mitgliederversammlung waren die üblichen Exkursionendes Förderkreises;die vergangene zu Friedhöfen südlich der Elbe,die an der Christianskirche in Altona mit einem Carillon-Konzert endete, sowie die für dieses Jahr geplante, die die Mitglieder und Freunde nach Friedrichstadt und Lunden führen wird.
Es folgten die weiteren Berichte und Wahlen gemäß dem vorgeschriebenen Prozedere durch die Schatzmeisterin, die Kassenprüfer und den gewählten Wahlleiter. Der Vorstand wurde wieder gewählt und bleibt unverändert im Amt. Mit nur einer Enthaltung wurde einer Erhöhung der Mitgliedsbeiträge von 45 auf 50 € zugestimmt und so ging dieser Nachmittag pünktlich zu Ende - nicht ohne Dank an Lutz Rehkopf, der zur Mitgliederversammlung Kaffee und Kuchen spendiert hatte.