... gehört für "richtige" Hamburger immer ein bisschen nicht dazu - aber wir haben mit unserem diesjährigen Ausflug den Sprung über die Elbe gewagt. Anlass war nicht zuletzt, dass die Friedhöfe Finkenriek, Kirchdorf Amtshof und Finkenwerder (alt und neu) dort ab dem 1.1.2025 zur Hamburger Friedhöfe AöR gehören. Davon wollten wir uns einige ansehen und von den dort tätigen Ehrenamtlichen erklären lassen.
Besonders beeindruckend: die Führung durch Herrn Koops auf dem Friedhof Kirchwerder (evangelisch) und die dort zu bestaunenden, imposanten Grabplatten, die bis ins 16. Jh. zurückreichen. Die reichen Bauern der Umgebung hatten sie in Hamburg fertigen lassen. Auch die Kirche St. Severini dort ist einen Ausflug wert.
Ein weiterer Höhepunkt: das Ehepaar van Oosting, die das alte Dorf Altenwerder noch erlebt haben, dort Heimat verloren gaben und sich jetzt um die Erinnerungskultur verdient machen. Stundenlang hätten wir den Geschichten lauschen können, trotz Baustelle der Kirche und bei spätsommerlichem Sonnenschein.
Eine weitere Station war Finkenwerder mit der Kapelle von Fritz Schumacher und dem Grab des Malers Eduard Bargheer.
Bevor es zum abschließenden Imbiss ging, muss natürlich die in der Einladung erwähnte Überraschung gelüftet werden: Gudrun Schmidtke erwartete uns vor der Christianskirche Altona mit einem wunderschönen Carillon-Konzert, nachdem sie uns die Geschichte und Funktion des Glockenspiels erläutert hatte.
Bei Kaffee, Kuchen und einem Imbiss endete ein eindrucksvoller Ausflug und ich bin sicher nicht die Einzige, die sich vorgenommen hat, die terra incognita im Süden weiter zu erkunden. [CCJu]