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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Franklin Kopitzsch/Dirk Brietzke (Hg.): Hamburgische Biografie - Personenlexikon, Band 1.

Im Auftrag der Arbeitsstelle für hamburgische Geschichte der Universität Hamburg. Hamburg 2001, Christians Verlag, 368 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen

Nun hat auch Hamburg ein biografisches Lexikon. 77 Autoren haben in ihrer jeweiligen Fachkompetenz 325 Beiträge verfasst und erzählen von Menschen, die für die Geschichte und Entwicklung der Stadt Hamburg von Bedeutung waren, und diese reicht zurück bis ins erste Jahrtausend unserer Zeitrechnung. Großer Wert wird darauf gelegt, dass die Beiträge nicht ausschließlich der Forschung gerecht werden, sondern darüber hinaus auch ein breiteres Publikum ansprechen.

Der Leser wird zunächst fragen, nach welchen Kriterien die beschriebenen Frauen und Männer ausgewählt wurden. So wird es wohl die Vertreter der "grünen Zunft" freuen, dass gleich fünf Gartenarchitekten genannt werden. Wo aber bleiben die zahlreichen Baumeister und Ingenieure? Vermutlich wird sich das ändern, denn in den nächsten Jahren sollen weitere Bände erscheinen. Dem aufmerksamen Leser fällt auf, dass fast die Hälfte der Personen des 19. und 20. Jahrhunderts auf hamburgischen Friedhöfen ihre letzte Ruhe fanden und dass deren Gräber noch bestehen. Nicht immer wird darauf eingegangen, aber als stadtgeschichtliches Zeugnis wäre das nicht ohne Bedeutung.

Sind einmal alle Bände herausgegeben, so wird für Hamburg ein umfassendes Nachschlagewerk vorliegen, in dem man nicht nur ausgiebig nachforschen, sondern auch mal kurzweilig schmökern kann. Wer sich für Hamburg interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Für dessen Qualität stehen nicht nur die fachkompetenten Autoren, sondern auch die Herausgeber und der Verlag.

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Zukunft der Friedhöfe (Februar 2002).
Erkunden Sie auch die Inhalte der bisherigen Themenhefte (1999-2020).