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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Elsbeth Keuper: Tod, Weiblichkeit, Repräsentation. Forschen in einem deutschen Bestattungsinstitut.

Hamburg 1999, 88 S.

Die Arbeit von Bestattungsunternehmen - dieses "schwierige Feld in der eigenen Kultur" - ist von der kultur- und sozialwissenschaftlichen Forschung bisher nur selten untersucht worden.

Wenn dies geschah (aus volkskundlicher Sicht bei Gisela Schiller, aus soziologischer bei Volker Noelle) standen Männer im Mittelpunkt, da es sich traditionell um eine männlich dominierte Branche handelt. Eine Frau ist als Bestatterin noch immer eine Außenseiterin. Elsbeth Keuper hat in ihrer ethnologischen Studie die Arbeit von zwei Bestatterinnen untersucht und dabei auch die eigenen methodologischen Probleme bei der Annäherung an dieses höchst sensible Forschungsfeld in den Mittelpunkt gerückt. Sie zeigt, wie sich Bestatterinnen mithilfe eines profilierten, aber auch immer brüchigen Selbstbildes versuchen in der Branche durchzusetzen. Dieses Selbstbild steht in engem Zusammenhang mit dem Selbstverständnis von Leben, Sterben, Tod und Trauer in der eigenen Kultur.

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Grabmal-Freilichtmuseen (August 2000).
Erkunden Sie auch die Inhalte der bisherigen Themenhefte (1999-2020).