Direkt zum Inhalt

OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Die Kindereuthanasie "Am Spiegelgrund"

Im Jahr 1907 wurde die niederösterreichische Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geistes- und Nervenkranke "Am Steinhof" – das heutige Otto Wagner-Spital – errichtet, um dem stetigen Bevölkerungswachstum in Wien und den daraus entstehenden Unterbringungsmöglichkeiten gerecht zu werden.

Es war damals die größte und modernste Heil- und Pflegeanstalt Europas, mit einer Gesamtkapazität von 2.200 Betten. Die Großanstalt am Stadtrand Wiens war unter dem Mitwirken des Architekten Otto Wagner erbaut worden und umfasste neben 34 Krankenpavillons (Heilanstalt, Pflegeanstalt, Sanatorium) auch ein Gesellschaftshaus (Theater) und eine Anstaltskirche. Nach dem Ersten Weltkrieg, von 1922 bis 1942, war in der Heil- und Pflegeanstalt auch die erste österreichische Trinkerheilstätte untergebracht und das auf dem Gelände befindliche Sanatorium wurde dauerhaft in eine öffentliche Lungenheilstätte zur Behandlung von Tuberkulose umgewandelt.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 verschärften sich die Gesetze, und Rassismus und "Rassenhygiene" wurden zur Staatsideologie. Jüdische Anstaltsinsassen durften nur noch in bestimmten öffentlichen Anstalten untergebracht werden, darunter auch am "Am Steinhof" in Wien. Das Reichsinnenministerium verpflichtete am 18. August 1939 per vertraulichem Erlass alle Hebammen, Geburtshelferinnen, Ärztinnen und Ärzte, die Gesundheitsämter über Neugeborene und Kinder mit bestimmten Leiden wie "Idiotie, Mongolismus, Mikrozephalie, Hydrozephalus, Missbildungen und 'Lahmungen'" zu informieren. Jede neue Meldung wurde bezahlt und nach Außen sollte die Illusion bestehen, dass man diesen Kindern mit Hilfe von medizinischen Verfahren helfen wolle.

Es gab in Wien insgesamt 19 Einrichtungen der "Kinderfürsorge", darunter auch ab 1940 die Jugendfürsorgeanstalt "Am Spiegelgrund" als eigene Institution.

Kinder, die meist aus ärmeren Familien kamen, wurden oft als "verwahrlost" abgestempelt und in Kinderheime gesteckt. Die Situation in jedem dieser Heime war mehr als schlecht. Kinder wurden jeden Tag misshandelt, sexuell missbraucht, gequält und traumatisiert. Alle Kinder aus Familien, die nicht der damaligen gesellschaftlichen Norm entsprachen oder geistige und/oder körperliche Herausforderungen hatten, wurden als "nutzlose Esser", "Volksschädlinge", "Arbeitsscheu" oder "Schwachsinnige" bezeichnet. Wenn sie keinen "Nutzen an die Volksgemeinschaft hatten" wurden sie Opfer der "Rassenhygiene". Wer irgendein abweichendes Verhalten an den Tag legte, wurde als "asozial" benannt und an eine sogenannte "Asozialenkommission" gemeldet, diese entschied dann über eine Einweisung in ein Arbeitslager. Frauen mussten sich außerdem einer Zwangssterilisierung unterziehen, da "unwertes" Leben nicht erwünscht war.

Kinder, die in Erziehungsheime kamen, wurden einigen Intelligenztests unterzogen. Damit sollte ermittelt werden, wie "arbeitsfähig" oder "schwachsinnig" ein Kind war. Danach wurden die weiteren Maßnahmen geregelt.

Das bürokratische System in der NS-Zeit in Wien war sehr aufwendig. Es gab eine Säuglingskartei, in die alle neugeborenen Kinder eingetragen wurden. Diese Kinder mussten im Laufe ihrer ersten Jahre verschiedene Tests bestehen oder wurden bei Nichtbestehen in das Fürsorgesystem gesteckt. Es gab drei verschiedene Arten von Anstalten:
1. Beobachtungsheime (Ausleseheime),
2. Jugendheimstätten und
3. Erziehungsanstalten.
In Beobachtungsheimen wurden Minderjährige auf ihre Erziehungsfähigkeit hin untersucht, wobei es dafür keine objektiven Kriterien gab. Für "erbgesunde" Kinder und Jugendliche war die Unterbringung in Jugendheimstätten vorgesehen. In Erziehungsanstalten wurden "gemeinschaftsgefährdende" Kinder und Jugendliche untergebracht, sie wurden dort nicht erzogen sondern zwangssterilisiert und "bewahrt". Generell war es das Ziel, diese Kinder zu "brechen". "Jüdische Kinder", "Zigeuner" und "Mischlinge" sollten in den staatlichen Erziehungsheimen eigentlich nicht untergebracht werden, wobei es bis zum 20. September 1943 möglich war. Dann gab es einen Erlass des Reichsministers für Inneres, welcher besagte, dass die Fürsorgeerziehung an "Juden" und "Zigeunern" angeblich nutzlos war und nur Kosten für den Reichsstaat bedeutete. Also sollten diese Kinder und Jugendlichen im Falle von Straffälligkeit oder Verwahrlosung an die Polizei gemeldet werden. Diese Kinder wurden dann in Konzentrationslager deportiert. Doch Belege zeigen, dass diese Kinder bereits seit März 1943 aus den Erziehungsanstalten nach Auschwitz deportiert wurden.

"Am Spiegelgrund" beinhaltete die Pavillons 1, 3, 5, 7, 9, 11, 13, 15 und 17. Ärztlicher Direktor dieser Anstalt wurde Dr. Erwin Jekelius. Ab 1942 wurde die Anstalt dann in die "Wiener städtische Erziehungsanstalt" und die "Heilpädagogische Klinik der Stadt Wien" aufgeteilt, welche als "Kinderfachabteilung" und so genannte "Kleinkinder- und Säuglingsabteilung" im Pavillon 15 untergebracht war. In diesem Pavillon arbeiteten unter anderem die ÄrztInnen Dr. Heinrich Gross, Dr. Marianne Türk und Dr. Margarethe Hübsch, sowie Dr. Ernst Illing, der ab 1942 als Nachfolger von Dr. Jekelius der Leiter der Kinderfachabteilung wurde.

Die Kinderfachabteilungen dienten zur Durchführung der sogenannten "Kindereuthanasie". Kinder, die nach Ansicht der Anstaltsärzte lebensunwert waren, wurden dem Reichsausschuss, einer Tarnorganisation der "Kanzlei des Führers", gemeldet und durch einen genehmigten "Behandlungsauftrag" mit Medikamenten (Schlafmitteln) oder durch Nahrungsentzug getötet. Den meisten der getöteten Kinder wurden die Gehirne und Rückenmarksstränge entnommen, die als Präparate für eine spätere wissenschaftliche Auswertung aufbewahrt wurden. Nach 1945 folgten dann weitere Namensänderungen, bis im Jahr 2000 die bis heute gültige Benennung in "Sozialmedizinisches Zentrum Baumgartner Höhe – Otto Wagner Spital" erfolgte.

Nach der Befreiung der Anstalt im April 1945 durch die Rote Armee wurde die Kinderfachabteilung geschlossen und unter dem Druck der Alliierten eine strafrechtliche Verfolgung von NS-TäterInnen angestrebt, die allerdings bald wieder eingestellt wurde. Vom Wiener Volksgericht wurde der ehemalige Leiter der "Kinderfachabteilung" Dr. Ernst Illing wegen Meuchelmordes zum Tode verurteilt und die ihm unterstellte Ärztin Dr. Marianne Türk zu einer zehnjährigen Freiheitsstrafe. Für den Zeitraum Juli 1942 bis April 1945 gestanden beide die Mitwirkung an rund 200 Tötungen von Kindern. Der Arzt Dr. Heinrich Gross wurde 1948 wegen Verdacht auf Mittäterschaft an der Kindereuthanasie in Spiegelgrund verhaftet, vom Wiener Volksgericht allerdings nur wegen Totschlags angeklagt und zu zwei Jahren schweren Kerkers verurteilt. Die Staatsanwaltschaft zog den Strafantrag 1951 aber wieder zurück und das Verfahren wurde eingestellt. Dr. Gross kehrte anschließend, nach einer Facharztausbildung, in die Heil- und Pflegeanstalt Steinhof zurück und begann dort mit der wissenschaftlichen Auswertung der Gehirne der Spiegelgrund-Opfer, die dort aufbewahrt worden waren und veröffentlichte darüber zahlreiche Arbeiten auf dem Gebiet der Neuropathologie. Dr. Gross wurde auch ein gefragter Gerichtspsychiater und erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter das "Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst (1. Klasse)".

Erst 1999 kam es dann zu einer erneuten Anklage der Wiener Staatsanwaltschaft, die Untersuchungen wurden aber wiedereingestellt, da Dr. Gross aus Gesundheitsgründen als nicht verhandlungsfähig galt. Bis zu seinem Tod im Jahr 2005 wurde das Verfahren nicht wieder aufgenommen, so dass Dr. Gross zeitlebens seiner gerechten Strafe entging. Leider ist dieses Beispiel aber kein Einzelfall. Viele Ärzte, welche unter dem NS-Regime gearbeitet hatten, konnten nach 1945 ungehindert ihre berufliche Laufbahn fortsetzen, während den Opfern der NS-Medizin keine staatliche Anerkennung oder Wiedergutmachung zugesprochen wurde.

Ein besonders berührendes Beispiel für die Kinder, welche in der Heil- und Pflegeanstalt Steinhof behandelt wurden, ist die Geschichte von Friedrich Zawrel. Dieser wurde 1929 in Lyon geboren, kehrte aber in seinen ersten Lebensjahren mit seiner Mutter nach Wien zurück und wuchs hier auch auf. Seine Mutter hatte Schwierigkeiten, eine Arbeit zu finden und wurde obdachlos. Deshalb kam Zawrel ab 1935 zu Pflegeeltern, welche ihn aber schlecht behandelten, weshalb er immer wieder weglief und versuchte, seine Mutter zu finden.

Aufgrund seiner ständigen Flucht vor seinen Pflegeeltern kam er ab 1938 in verschiedene Heime: ins Zentralkinderheim Wien und die Erziehungsanstalt Mödling. Danach war er wieder für kurze Zeit bei seinen leiblichen Eltern. Aufgrund des Alkoholismus seines Vaters wurde er von den zuständigen Stellen aber als "erbkrank" kategorisiert und wurde ab 1941 in die städtische Jugendfürsorgeanstalt „Am Spiegelgrund“ überstellt. Dort wurde Zawrel im Pavillon 7 untergebracht, wo er zunächst neun Monate interniert blieb. Gleich bei der Aufnahme machte er Bekanntschaft mit Dr. Heinrich Gross: "Ich muss mich nackt ausziehen und werde nach Wunden, Spreiz- und Senkfüßen untersucht. Alles wird gemessen, der Schädel, die Ohren, der Mund, die Finger; wie eine Landkarte werde ich vermessen. Nur mit der Schwester spricht er, mir gibt er kurze Befehle. Die Schwester trägt seine Angaben in ein Protokoll ein. Abends bekomme ich Tabletten verabreicht. Ich werde sehr müde und apathisch." Friedrich Zawrel berichtete auch davon, wie er einmal versuchte, die Tabletteneinnahme zu verweigern: "Ein Erzieher wirft mich auf den Boden, die Schwester, eine Frau von zirka 100 Kilo, dreht mir die Hände auf den Rücken, ganz weit hinauf fast bis zum Kopf. Ich liege mit dem Bauch am Boden, ein zweiter Erzieher biegt mir die Füße auf den Rücken. Einer reißt mich an den Haaren, macht mir den Mund auf. Die Schwester stopft die Medikamente in den Mund und drückt den Kiefer zu. Ich schlucke automatisch. Mir tut alles derart weh, dass ich in Zukunft alle Medikamente freiwillig nehme." Das Personal hatte diesen Vorgang "Niederhalten" genannt, man wollte den Willen der PatientInnen brechen und sie so gewaltsam zum Gehorsam zwingen. Zawrel erwies sich aber als ein sehr sturer Patient und flüchtete mehrmals aus der Anstalt, er wurde aber immer wieder aufgegriffen und dann in einen anderen noch schlimmeren Pavillon verlegt.

Die schlimmste Abteilung war für Zawrel der Pavillon 17, dort wurde er zusammen mit geistig behinderten Kindern und Jugendlichen untergebracht, mit denen er sich nicht verständigen konnte. Hier wurde er noch schlechter behandelt als zuvor. Brechinjektionen und Demütigungen durch sadistisches Pflegepersonal waren an der Tagesordnung. Das Essen wurde absichtlich auf den Boden geschüttet und er musste es vom Boden auflecken, der Vielfalt an Misshandlungen waren keine Grenzen gesetzt. Trotz aller Demütigungen und ärztlicher Behandlungsmethoden war es den Ärzten vom Spiegelgrund aber nicht gelungen, Friedrich Zawrels unbändigen Lebenswillen zu brechen. Er überlebte und blieb bis zur Evakuierung der Anstalt im März 1945 dort. Allerdings war es nicht seine letzte Begegnung mit den Ärzten gewesen. In den folgenden Jahren hatte Zawrel oft Schwierigkeiten mit kleineren Delikten, so kam er 1975 wegen Diebstahls vor Gericht, wo er Dr. Heinrich Gross, der inzwischen als Gerichtsgutachter tätig war, erneut gegenüber saß. Zawrel erkannte seinen ehemaligen Peiniger, der seinerzeit Euthanasiearzt der „Kinderfachabteilung” am Spiegelgrund war. In dem Gutachten, das Gross über Zawrel zu erstellen hatte, zitiert er ungeniert Passagen aus Zawrels Spiegelgrund-Akte und dieser kam daraufhin in eine Strafanstalt. Zawrel wurde erst 1981, nach öffentlicher Debatte und zwei Prozessen um die Rolle von Heinrich Gross, entlassen.

Friedrich Zawrel hatte sich nach seiner Freilassung nichts mehr zu Schulden kommen lassen und wurde zu einem wichtigen Zeitzeugen. Er begann in den Folgejahren seine Geschichte öffentlich in Schulen und anderen Orten zu erzählen und sein Leben wurde zur Grundlage für Bücher, Theaterstücke und Filme. Friedrich Zawrel ist am 20. Februar 2015 in Wien verstorben.

Mahnmal hell
Mahnmal an die Euthanasie-Opfer Steinhof. Foto: Norbert Fischer

Ein weiterer Zeitzeuge und Überlebender der Kindereuthanasie am Spiegelgrund ist Johann Gross. Gross wurde 1930 in Wien-Erdberg geboren. Auch er war ein Pflegekind und lebte bei einem älteren Ehepaar in Mauerbach, wo er seine ersten Kinderjahre verbrachte. Als seine Pflegemutter starb, kam er zu seinem Vater nach Erdberg zurück. Dort wurde er langsam dazu ausgebildet, der Hitlerjugend beizutreten. 1940, als Gross 10 Jahre alt war, stahl er ein wenig Geld aus einer Spendenbox, mit der er eigentlich Spenden für das Winterhilfswerk sammeln sollte und flüchtete nach St. Pölten zur Schwester seiner Ziehmutter, die er von damals noch kannte. Der Mann der Schwester verständigte die Polizei und so kam Gross 1940 erstmals in ein Kinderheim, nachdem man ihn wegen "Asozialität" verurteilt hatte.

Mahnmal dunkel
Mahnmal Steinhof bei Dunkelheit. Foto: Norbert Fischer

Nach mehreren Fluchtversuchen kam er schließlich wegen "Unerziehbarkeit" zum Spiegelgrund. Die Aufnahme verlief ähnlich wie bei Zawrel. In Illings Büro wurde er von Gross und Türk und einigen Schwestern vermessen und dann in den Pavillon 7 gebracht. Er flüchtete zahlreiche Male vom Spiegelgrund, wurde aber jedes Mal wieder eingefangen. Manchmal nach Tagen, manchmal nach Monaten. Die Konsequenzen der Fluchtversuche zeigten sich in der Folter, die er immer wieder überstehen musste. Angefangen bei der umgangssprachlich genannten "Speib-Spritze" bis hin zur "Schwefelkur", schaffte es Gross alle diese Quälerei zu überleben. Seine gesamte Geschichte kann man in seinem Buch "Spiegelgrund. Leben in NS-Erziehungsanstalten", welches im Jahr 2000 erschien, nachlesen. Gross verstarb 2012 in Wien.

Gross und Zawrel sind zwei der wenigen Zeitzeugen, die ihre Geschichte so detailliert wiedergeben konnten. Die Quälereien und Traumatisierungen, die sie während ihrer Zeit am Spiegelgrund aber auch in den anderen Kinderheimen überlebt haben, haben sie ihr ganzes Leben lang verfolgt. Wenn man seine Kindheit hindurch als asozial und unnütz behandelt wird, fängt man irgendwann selbst an es zu glauben. Außerdem wurden die Kinder des Spiegelgrundes Jahre nach Ende des Krieges von der Gesellschaft nicht anders behandelt. Erst nachdem die Horrorgeschichten an die Oberfläche drangen, fing man an sich mit den Überlebenden auseinanderzusetzen. Die Aufarbeitung dieses Themas hat sehr lange gedauert, erst durch den Druck von in- und ausländischen Medienberichten hat man sich näher damit beschäftigt.

Am 28. April 2002 wurden in einer feierlichen Zeremonie und unter großer medialer Anteilnahme die sterblichen Überreste der ermordeten Kinder aus der NS-Anstalt "Am Spiegelgrund" auf dem Wiener Zentralfriedhof in einem Ehrengrab beigesetzt. 600 Urnen mit Gehirnen und Marksträngen und tausenden Gehirnschnitten in Paraffin fanden die Ewige Ruhe. Die Grabplatten tragen die Namen von mehr als 400 Opfern.

Am 28. November 2003 wurde eine Lichtinstallation mit 772 Lichtsäulen zum Gedenken an die 772 Opfer "Am Spiegelgrund" enthüllt. Es befindet sich bis heute auf dem Platz vor dem Theater und hinter dem Direktionsgebäude auf dem Gelände des Otto-Wagner-Spitals. Für jedes Kind soll ein ewiges Licht brennen. Die Installation ist symmetrisch aufbereitet und erinnert an Kriegsdenkmäler gefallener Soldaten. Die sinngemäß geplante Ausführung von in Reihe und Glied stehenden Lichtsäulen soll für die strengen, disziplinierten und unpersönlichen Bedingungen der damaligen Zeit stehen. Das Design dieses Mahnmals stammt aus einem Ideenwettbewerb, welcher 1999 und 2000 an Schulen des 14. Wiener Gemeindebezirks stattfand.

Literaturverzeichnis:
–Berger, Ernst (Hg.): Verfolgte Kindheit. Kinder und Jugendliche als Opfer der NS-Sozialverwaltung. Wien [u.a.] 2007.
–Brainin, Elisabeth; Teicher, Samy: Terror von außen am Beispiel Spiegelgrund. Traumatische Erfahrungen in der Kindheit und deren Folgen. Saarbrücken 2009.
–Gross, Johann: Spiegelgrund. Leben in NS-Erziehungsanstalten. Wien 2000.
–Häupl, Waltraud: Die ermordeten Kinder vom Spiegelgrund. Gedenkdokumentation für die Opfer der NS-Kindereuthanasie in Wien. Wien 2006.
–Kaufmann, Alois: Totenwagen. Kindheit am Spiegelgrund. Wien 2007.
–Vörös, Lukas: Kinder- und Jugendlicheneuthanasie zur Zeit des Nationalsozialismus am Wiener Spiegelgrund. Wien 2010.
–Der Krieg gegen die "Minderwertigen". Gedenkstätte Steinhof. Zur Geschichte der NS-Medizin in Wien. URL: http://gedenkstaettesteinhof.at/de/chronologie [zuletzt abgerufen am 5.1.2019].

Auflistung alle Artikel aus dem Themenheft Tod in Wien (Januar 2019).
Erkunden Sie auch die Inhalte der bisherigen Themenhefte (1999-2019).