Am 7. Juni 2015 weihte der Verein Garten der Frauen im Beisein der Zweiten Bürgermeisterin von Hamburg, Frau Katharina Fegebank, einen Erinnerungsstein für alle jene Frauen ein, die in Hamburg Opfer der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung wurden. Rund 300 Besucherinnen und Besucher nahmen an der Veranstaltung teil.
"Wollt ihr einen Wald pflanzen?" - "Ja, genau, das wollen wir! Einen Wald für unsere Kinder, die gestorben sind. Für jedes Kind einen Baum, der zum Himmel wächst – einen Himmelsbaum auf Föhr!"
Schon im letzten Heft wurde berichtet, dass eine neue Gedenkfigur des "Redners" auf dem Ehrenhain der Widerstandskämpfer in Ohlsdorf mit Hilfe einer Spendenaktion aufgestellt werden konnte. Damals war es uns noch nicht möglich, auch ein Bild dieser Figur zu veröffentlichen, da das Erinnerungsmal noch nicht enthüllt war.
Eingeladen vom Bund Heimat und Umwelt, der das Jahr 2015 zum Jahr des historischen Friedhofs ausgerufen hat, und der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal kamen im Juni Denkmalpfleger, Friedhofsverwalterinnen, Gartenarchitekten, Wissenschaftlerinnen und Menschen, die sich für Friedhöfe engagieren, in Kassel zusammen.
Friedhöfe sind ein bedeutender Teil menschlicher Kulturgeschichte und materielles wie immaterielles Kulturerbe. In unterschiedlichen Anlagen und Konzepten sowie der Vielfalt von Grabdenkmalgestaltung spiegelt sich die Entwicklung der Trauerkultur wider.
Domenica Niehoff (1945–2009) begann 1972 auf St. Pauli in der Herbertstraße als Prostituierte zu arbeiten. Sie war Inspiration und Muse für viele Künstler. Anfang der 1980er Jahre erlangte sie bundesweit Berühmtheit, weil sie sich öffentlich als Hure bekannte und sich als eine der Ersten für die Legalisierung der Prostitution engagierte.
Aus dem Ehrenhain der Hamburger Widerstandskämpfer 1933–1945 auf dem Ohlsdorfer Friedhof wurde 2011 der von Richard Steffen geschaffene bronzene "Redner" gestohlen. Seitdem fehlte ein wesentlicher Bestandteil der Gedenkstätte.
Sterben und Tod, Bestattungs-, Trauer- und Abschiedskultur rücken in jüngerer Zeit immer stärker in den Brennpunkt einer fächerübergreifenden Forschung.
Die Patriotische Gesellschaft von 1765 in der Freien und Hansestadt Hamburg vergibt alle drei Jahre einen Preis für Denkmalpflege. Damit sollen Objekte ausgezeichnet werden, die im Ergebnis vom sensiblen, auf Sachkenntnis und Respekt basierenden Umgang mit historischer Bausubstanz zeugen.