Im Oktober 1914 wurde auf dem östlichen Erweiterungsgeländes des Ohlsdorfer Friedhofs ein Gräberfeld für verstorbene Soldaten des Ersten Weltkrieges angelegt. Zwar konnten die Pläne für eine "Heldengedenkhalle" nicht realisiert werden, aber die neu angelegte, beidseitig mit Kugelfichten bepflanzte Straße entlang des Soldatenfriedhofes erhielt dem wilhelminischen Zeitgeist entsprechend den Namen "Kriegerehrenallee".
2015 sah es traurig für denkmalwürdige Steine auf ausgelaufenen Grabstellen aus der Zeit vor und nach 1950 aus. Sie wurden abgeräumt, für den Friedhof war es betriebswirtschaftlicher Zwang, das Denkmalschutzamt hatte kein Personal, der "Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof e.V." keine Mittel für die Rettung – dabei war er in den 1980er Jahren gegründet worden, um wertvolle Grabmale zu retten.
Die Familiengrabstätte Cohen (nahe Cordesallee, O12/P12) ist reich mit Werken aus massivem Naturstein gestaltet: Ein Obelisk, eine überlebensgroße Figurengruppe und ein Knabe, geschaffen von Fritz Behn und Hugo Lederer zwischen 1901 und 1904 aus weißem Marmor von hoher Qualität, erkennbar an den großen Formaten der einzelnen Werksteine und den kaum vorhandenen Farbnuancen und Einlagerungen.
Beim fünfzigsten Jubiläumsfest war das Wetter herrlich; so fanden die Begrüßungen durch den neuen Geschäftsführer Hamburger Friedhöfe –AöR– Carsten Helberg und den Staatsrat Michael Pollmann (Behörde für Umwelt und Energie) spontan draußen vor den Feierhallen statt. Letzterer betonte in seiner Rede die besondere Stellung von Öjendorf als offener Friedhof für viele Religionen. Das Programm wurde entsprechend im Zeichen dieser überkonfessionellen Tradition gestaltet.
Freitag, 15. Mai 2016. Rockenhofkirche Hamburg-Volksdorf. Volle Kirche, darunter sehr viele Helfer der Hamburger Tafel in ihren roten Westen, ein schöner Kontrast zur kühlen Kirche.
Am 18. September 2016 wird das 50jährige Jubiläum des Öjendorfer Friedhofs gefeiert. Das Fest wird ganz im Zeichen seiner überkonfessionellen Tradition und mit Stadtteilbezug begangen werden. Neben multireligiösen Begrüßungszeremonien (u.a. einem vietnamesischen Ahnenfest mit Löwentanz) wird ein buntes Programm aus Führungen, Kutschfahrten, Vorträgen, Infoständen und Musik angeboten.
Seit dem 18. April 2016 ist Carsten Helberg bei den Hamburger Friedhöfen, und er ist, nachdem Wolfgang Purwin Ende Mai verabschiedet wurde, alleiniger Geschäftsführer der Anstalt öffentlichen Rechts.
Am 16.5.1941 verstarb in Hamburg der iranische Großhandelskaufmann Abbasali Pyrchad und wurde nach islamischem Ritus auf dem Ohlsdorfer Friedhof beigesetzt. Davon zeugt ein entsprechender Grabstein. Die Bestattung gab Anlass zum Erwerb dieses ersten Gräberfeldes durch in Hamburg ansässige Muslime.