Ich arbeite als Trauerbegleiterin, weil ich selbst schwere Verluste erlebt habe. In meiner eigenen Trauerzeit und durch die Erfahrung meiner Arbeit weiß ich, dass Menschen die einen starken Verlust erlitten haben, eine Zeit lang viele Bücher, Filme, Berichte und Radiosendungen zu diesem Thema suchen und hochfrequent nutzen, um sich mit der schlimmsten Phase ihres Lebens auseinander zu setzen.
Seit Anfang Juli gibt es die neue App "Friedhof Ohlsdorf", mit der sich Besucher auf dem Ohlsdorfer Friedhof orientieren können. Die App enthält über 700 Orte, darunter sind 580 Prominentengräber, Kapellen, Friedhofsgärtnereien und Grabanlagen.
Der Herbst war für den Steinmetz immer sehr geschäftig. Mein Vater musste früher viele Aufträge fertigstellen. Wenn am Totensonntag die Besucher in hohen Zahlen an Absperrungen, Verkehrspolizisten sowie schwarzgekleideten Musikern, die Choräle sangen oder auf ihren Trompeten bliesen, vorbei zu den Friedhofseingängen in Ohlsdorf zogen, wollten die Kunden ihre Steine in den vollen Reihen schön haben.
An der Fachtagung im Rahmen des Projekts "Ohlsdorf 2050" nahmen etwa 100 Personen teil.
Neben Beiträgen zum aktuellen Stand des Projekts gingen die Vorträge auf unterschiedliche Aspekte in der Entwicklung der Bestattungs- und Erinnerungskultur ein, und für die Fachleute bot sich die Möglichkeit zum Informationsaustausch.
Und wieder einmal war es soweit, das inzwischen 7. Symposium der FUNUS Stiftung zur Bestattungskultur fand am 4. Mai 2017 statt.
Diesmal nicht, wie in den Vorjahren, im Leipziger Kubus, sondern im geschichtsträchtigen Salinemuseum in Halle (Saale). Ein durchaus passender Ort, zumal dort auch die Halloren ansässig sind, welche in der gesamten Umgebung durch ihr Grabgeleit bekannt und geschätzt sind.
Es gibt zwei wichtige Gründe, warum ich über den Kindertrauerkoffer in unserer Zeitschrift für Trauerkultur berichten möchte, 1. der Kindertrauerkoffer soll bekannter werden, 2. und genau deshalb, halte ich es für wichtig, mit Kindern über Themen der Trauer, Sterben und Tod zu sprechen. Es fängt bei kleinen Kindern im Kindergarten an, sei es wenn es um einen Verlust im Umfeld geht oder einfach so, weil es ein wichtiger Teil des Lebens ist.
Für ein wissenschaftliches Projekt zum Umgang mit Friedhof und Trauer möchten wir (Soziologen an der Universität Passau mit langjähriger Expertise zur Bestattungskultur) gerne im gesamten deutschsprachigen Raum mit Hinterbliebenen bzw. mit Berufsexperten im Bereich der Trauer in Kontakt treten.
Konkret möchten wir insbesondere Menschen erreichen, die Trauerhandlungen durchführen, etwa am Grab.
So heißt die Überschrift meiner Projektbeschreibung. Seit 1½ Jahren bin ich dadurch nun Pastorin für Trauerkultur in der Propstei Wandsbek-Billetal, zu dessen kirchlichem Bezirk der Öjendorfer Friedhof gehört.
In der Ausstellung "Engel und Evas" im Bestattungsforum Hamburg, die vom 2. April bis zum 22. Oktober zu sehen ist, sollten eigentlich kleine Engelsskulpturen und Plastiken der Hamburger Künstlerin Bettina Thiessen mit großformatigen Fotografien vom Friedhof von Lutz Rehkopf zu einem reizvollen Ensemble zusammengestellt sein. Leider hat die Künstlerin aus technischen Gründen ihre Plastiken bald nach Ausstellungsbeginn wieder entfernen lassen, so dass jetzt nur noch Fotos zu sehen sind.
Sieben lange Jahre wartete die Liberale Jüdische Gemeinde Hamburg darauf – am 6.10.2016 wurde in Ohlsdorf ein eigener reformjüdischer Friedhof offiziell eröffnet. Dieser liegt zwar direkt an der Grenze des alten orthodoxen Jüdischen Friedhofs an der Ilandstraße, jedoch schon im Bereich der Kapelle 4 (Planquadrat A 14 und B 14). Das 747 m² große neue Grabfeld hat Platz für 100 Särge, kann später etwas erweitert werden.