Es ist weitgehend bekannt, dass in Norddeutschland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einige der frühesten deutschen Anlagen im Stil des englischen Landschaftsgartens entstanden (Alter Friedhof Schwerin, Kiel-Südfriedhof, Bremen-Riensberg, Hamburg-Ohlsdorf). Weniger geläufig ist, dass dieses landschaftsästhetische Ideal der Friedhofsgestaltung auch auf kleineren städtischen Anlagen umgesetzt wurde.
Der Bildhauer Arthur Bock wurde am 12. Mai 1875 in Leipzig geboren. Das künstlerische Werk von Arthur Bock (Plastiken, Grab- und Denkmale) ist im Hamburger Stadtbild, insbesondere auf den Friedhöfen, bis heute präsent.
Es ist sicher kein Zufall, wenn man beim Bildhauer Arthur Bock in Hamburg direkt an seine bekannten Plastiken und Skulpturen auf dem Ohlsdorfer Friedhof denkt, hinterließ er doch allein dort 58 Werke aus den Jahren 1903 (Grabmal Rodatz-Röder) bis 1947/48 (Grabmal Ahlff), wobei einige Werke bisher nicht genau datiert sind.
Arthur Bocks 1937 errichtetes Denkmal auf dem Mennonitenfriedhof Hamburg-Altona ist point de vue einer beeindruckenden Anlage historischer Grabplatten, die vom ersten, damals längst geschlossenen Gottesacker der Altonaer und Hamburger Mennoniten überführt worden waren.
Bestimmt nach einer Begräbnisordnung von 1882 "zur allgemeinen Begräbnisstätte" und von Anfang an als kommunale Anlage gedacht, ist der Friedhof Ohlsdorf in Hamburg Zeugnis der säkularisierten Großstadtwelt des Industriezeitalters.
Wer gerne singt, selber ein Instrument spielt oder ganz einfach Musikliebhaber ist, findet auf hamburgischen Friedhöfen ungewöhnlich viele musikbezogene Grabmalmotive, und diese ganz besonders auf dem Ohlsdorfer Friedhof.
Immer wieder sind Bildhauer auf Ohlsdorf und anderen Friedhöfen tätig gewesen.
Zwar sind es nicht immer die großen Namen, die wir an den Figuren und Reliefs auf den Grabstätten finden: Oskar Ulmer, Caesar Scharff, Richard Kuöhl, Arthur Bock und andere.