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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

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Die Zeitschrift erscheint in seiner gedruckten Ausgabe (Abo hier) vierteljährlich.

Mitglieder im Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof bekommen sie in den Briefkasten.

Kostenfrei: Alle Artikel online abrufbar.

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Diese Seite: Alle Artikel, beginnend mit der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift


Bad Oldesloe – ein Friedhof im Stil des englischen Landschaftsgartens aus dem späten 19. Jahrhundert

Es ist weitgehend bekannt, dass in Norddeutschland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einige der frühesten deutschen Anlagen im Stil des englischen Landschaftsgartens entstanden (Alter Friedhof Schwerin, Kiel-Südfriedhof, Bremen-Riensberg, Hamburg-Ohlsdorf). Weniger geläufig ist, dass dieses landschaftsästhetische Ideal der Friedhofsgestaltung auch auf kleineren städtischen Anlagen umgesetzt wurde.

Erforschung der Lebensläufe von NS-Opfern auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Seit etwa zwei Jahren engagieren wir uns im Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof und befassen uns vor allem mit der Archiv-Arbeit. In der Anfangszeit stand dabei die Bearbeitung und Erweiterung der Prominenten-Datei im Vordergrund. In der Folgezeit konzentrierten wir uns aber zunehmend auf die Grabfelder der NS-Opfer auf dem Friedhofsgelände.

Mitgliederversammlung und Vortrag am 24. März 2019

Vor der Mitgliederversammlung stand ein Vortrag von Petra Schmolinske auf dem Programm. Unter dem Titel "Das Grabstein-Projekt - Retten, nicht schreddern" berichtete sie über ihre Arbeit. Zu den normalen Abläufen auf dem Ohlsdorfer Friedhof gehört es, dass Grabsteine nach Ende der Ruhezeit abgeräumt werden. Ohne eine fachkundige Beurteilung würden dabei viele erhaltenswerte Grabmäler verloren gehen.

Tod in Wien

Titelseite 144

Der Tod in Wien zeigt viele Facetten. Bis ins 18. Jahrhundert hinein waren Kirchengrüfte die bevorzugte Bestattungsstätte für all jene, die es sich leisten konnten.

Der Wiener Historiker Oskar Terš stellt die mitten in Wien gelegene, gleichwohl kaum bekannte Michaelergruft vor. Sie beherbergt eine besonders hohe Zahl von Mumien und überschreitet in ihrer Ausdehnung sogar den Grundriss des zugehörigen Gotteshauses.

Die Wiener Michaelergruft

Sargbemalung

Wenn Wientouristen am Ende des Kohlmarktes vor dem Michaelertor, dem Eingang in die ehemalige Residenz der Habsburger, stehen und ihre von Handysticks gehaltenen Smartphones wegen eines Selfies anlächeln, ist wohl den wenigsten von ihnen bewusst, dass nur ein paar Meter schräg unter ihnen mehr als zweihundertfünfzig Leichname liegen, denen das Lächeln schon vor langer Zeit erfroren ist. Und die während zweier geführter Touren pro Tag besichtigt werden können.

Zur Geschichte von Feuerbestattung und Krematoriumsbau in Wien

Krematorium

In Österreich führte die Feuerbestattung erst relativ spät, nämlich nach dem Ersten Weltkrieg, zu einem Krematoriumsbau. Dies hing mit dem Einfluss und der Macht der katholischen Kirche zusammen. Dennoch wurde über das Thema auch in Österreich bereits im späten 19. Jahrhundert diskutiert. Als in Dresden die Probeverbrennung eines toten Tieres durchgeführt wurde, nahmen daran auch der Wiener Stadtphysikus und ein Beamter des Wiener Bauamtes teil und berichteten positiv darüber.