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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Kultur & Geschichte

Verbundene Artikel:


Seuchen und Sepulkralkultur: Wie Epidemien die Bestattung veränderten

Pestkreuz an der St. Lorenzkirche in Lübeck

Seit Anfang 2020 hält das SARS-CoV 2-Virus die Welt in Atem und hat das öffentliche Leben zeitweise gänzlich zum Erliegen gebracht. Fakt ist, dass es in der Geschichte der Menschheit immer schon Seuchen gegeben hat, die das soziale Gefüge durcheinander gebracht haben.

Die Spanische Grippe - Spurensuche auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Das Grab der Familie Ballin - Q10, 420-29

Die Spanische Grippe, die von 1918 bis 1920 als Pandemie Millionen Opfer forderte, wird auch die vergessene Pandemie genannt. Petra Schmolinske befasst sich mit der Frage, was sich über die Auswirkungen der Spanischen Grippe in Hamburg herausfinden lässt.

Das Grabmal Alexander Schäffer und die Frage des Freitods

Grabmal Alexander Schäffer vor dem Ohlsdorf-Museum (Foto: Petra Schmolinske)

Vor dem Ohlsdorfer Friedhofsmuseum steht das von Engelbert Peiffer geschaffene Grabmal Alexander Schäffers, Zivilingenieur in Hamburg. Petra Schmolinske gibt Aufschluss über die Frage, ob er Suizid begangen hat oder nicht.

Opfer von Diktatur, Hunger und Seuche: Der Friedhof am Goor bei Lauterbach auf der Insel Rügen

Denkmal für die Opfer des Faschismus, im Hintergrund das Badehaus Goor

Das Goor ist ein Wald- und Naturschutzgebiet im Süden der Insel Rügen, in der Nähe des kleinen Hafenortes und zu Putbus gehörenden Seebades Lauterbach gelegen.
An seinem Rand befinden sich zwei völlig gegensätzliche Schauplätze: das berühmte, historische Badehaus Goor und ein Sonderfriedhof aus der Zeit um das Ende des Zweiten Weltkriegs.

15 Jahre "Garten der Kinder" auf dem Friedhof Schleswig-Friedrichsberg

Blick in den "Garten der Kinder"

Im September 2005 wurde der "Garten der Kinder" in Schleswig auf dem Friedrichsberger Friedhof eingeweiht. Das gemeinsame Interesse, für verstorbene Babys aus der Zeit der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt einen freundlichen Ort zu finden, führte zum gemeinsamen Projekt verschiedener Träger.

Abbas Ali Pyr-Chad und die Gründung des iranisch-mohammedanischen Gräberfeldes X-19 auf dem Friedhof Hamburg-Ohlsdorf

Abbas Ali Pyr-Chad in jungen Jahren

Erstes Begräbnis auf dem iranisch-mohammedanischen Gräberfeld. Abbas Ali Pyr Chad, geboren am 14. April 1870 in Täbriz, gehörte zu jener Gruppe iranischer Kaufleute, die vom Ausland aus mit großem Geschick Handel betrieben. Erst in Russland und ab 1931 in Hamburg brachte er es aufgrund seiner weitreichenden Geschäftsbeziehungen zu Ansehen und Vermögen. Er starb am 16. Mai 1941 an Herzversagen auf dem Weg zum Hafen-Krankenhaus.

"Es ist genug": Modell für einen "musikalischen" Grabstein

Musikalischer Grabstein

Der Schriftzug »Es ist genug« (altertümlich »genung«) bezieht sich auf eine Kantate von Johann Sebastian Bach (BWV 60). Mit diesen Worten, gesungen auf die Töne a-h-cis-dis, beginnt der Schlusschoral, dessen Text vollständig lautet:
Es ist genug; Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus!
Mein Jesus kömmt; nun gute Nacht, o Welt! Ich fahr ins Himmelshaus,
ich fahre sicher hin mit Frieden; mein großer Jammer bleibt danieden.
Es ist genug, es ist genug.

Rasenfriedhöfe und die "Demokratisierung" des Todes in Großbritannien

Rasenabschnitt des Friedhofs der City of London

In Großbritannien gab es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert eine der deutschen Friedhofsreform vergleichbare Bewegung. Sie kritisierte das willkürliche, ungeordnete Erscheinungsbild der Friedhöfe der viktorianischen Epoche mit ihren teils monumentalen Grabmälern, teils verfallenen Grabstätten. Orientiert u.a. an Soldatenfriedhöfen des Ersten Weltkriegs, initiierte sie mit Rasenfriedhöfen eine "Demokratisierung" der Friedhofskultur mit sich tendenziell angleichenden Grabstätten für alle.