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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Titelthema

Verbundene Artikel:


Ohlsdorf und der Denkmalschutz – a never ending story

GDF

Kaum einer hat es bemerkt, aber es ist wirklich wahr: Der Ohlsdorfer Friedhof steht unter gesetzlichem Denkmalschutz. Jahrzehnte lang hatte die Frage im Raum gestanden, wie eine so große Fläche mit einer solchen Vielzahl von erhaltenswerten Grabmalen erhalten und geschützt werden könnte. Lange galt der gesetzliche Schutz tatsächlich nur für ein – ein einziges! – Grabmal auf diesem Friedhof. Als dann die Festlegung der schützenswerten Objekte per Liste eingeführt wurde, wurde auch der Friedhof eingetragen.

Denkmalschutz und Politik auf Ohlsdorf – Hamburger Verhältnisse?

Was Christine Behrens in ihrem Artikel der Zeitschrift für Trauerkultur Nr. 132 sehr persönlich berichtet und was sie und andere Aktive aus dem Förderkreis für die Rettung von Grabmalen vor allem aus der Zeit nach 1950 leisten (für diese Epoche bis zur Gegenwart gibt es bundesweit keine Erhebung der erhaltenswerten Bestände!) – das ist ein schönes Beispiel für bürgerschaftliches Engagement.

Friedhöfe auf Fischland, Darß und Zingst

Prerow

Zwischen den Städten Rostock und Stralsund erstreckt sich diese Halbinsel in die Ostsee hinaus und umschließt den Bodden, ein flaches Binnenmeer. Beide sind Bestandteil des Naturparks "Vorpommersche Boddenlandschaft". Seit Jahrhunderten hat das Meer diese Landschaft und die Schifffahrt ihre Menschen geprägt.

Das Thousla-Kreuz auf der Isle of Man

Thousla-Kreuz

An dem schmalen Sound, der zwischen der Isle of Man und der kleinen Nachbarinsel Calf of Man liegt, trifft der Besucher auf ein großes hölzernes Kreuz, dessen Inschrift an ein Schiffsunglück von 1858 und den Heroismus der Einwohner der Insel erinnert. Denn sie retteten damals die Besatzung des französischen Schooners "Jeane St. Charles" vor dem sicheren Tod.

Über Seemannsgräber auf der Insel Sylt

Eingangspforte

Gesellschaft und Alltag an der Nordseeküste beruhen auf regionalspezifischen Erfahrungen mit dem Wasser. Das Meer bietet Arbeit und Nahrung, ist aber auch bedrohlich: Sturmfluten, Schiffsunglücke, Badeunfälle sind allgegenwärtig. So ist der Tod seit Jahrhunderten ein steter Weggefährte der Küsten- und Inselbewohner. Dieser "maritime" Tod hat in der Küstenlandschaft der Nordsee symbolisch-repräsentative Spuren hinterlassen. Grabmäler der Küsten- und Inselfriedhöfe berichten in regionalspezifischen Symbolen und Inschriften von individuellen Schicksalen und tragischen Unglücksfällen.

Tod, Trauer und Strandleichen auf Neuwerk

Neuwerk

Die in der Elbmündung gelegene Insel Neuwerk gehörte bis 1937 zum damaligen hamburgischen Amt Ritzebüttel (dem heutigen Cuxhaven) und zählt bis heute verwaltungspolitisch zu Hamburg. Sie diente ursprünglich der schifffahrtstechnischen Sicherung der Elbmündung und beherbergte daher frühzeitig ein Leuchtfeuer.

Skizzen zur Geschichte des Umgangs mit Toten

Beinhaus

Die Bestattungskultur ist nicht der einzige, aber der wohl vielschichtigste Aspekt des öffentlichen Umgangs mit toten Körpern. Bis weit in die Neuzeit hinein waren Tod und Bestattung eine Domäne der Kirche, die Muster der Trauerkultur wurden vom christlichen Glauben und kirchlichen Liturgien geprägt. Das Christentum hatte die Bestattung der Toten an und in den Kirchen verortet und damit im Zentrum der menschlichen Siedlungen. In Beinhäusern (Karnern) fand eine Zweit-Bestattung nicht verwester Skelett-Teile statt.