Direkt zum Inhalt

OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Titelthema

Verbundene Artikel:


Tod, Trauer und Strandleichen auf Neuwerk

Neuwerk

Die in der Elbmündung gelegene Insel Neuwerk gehörte bis 1937 zum damaligen hamburgischen Amt Ritzebüttel (dem heutigen Cuxhaven) und zählt bis heute verwaltungspolitisch zu Hamburg. Sie diente ursprünglich der schifffahrtstechnischen Sicherung der Elbmündung und beherbergte daher frühzeitig ein Leuchtfeuer.

Skizzen zur Geschichte des Umgangs mit Toten

Beinhaus

Die Bestattungskultur ist nicht der einzige, aber der wohl vielschichtigste Aspekt des öffentlichen Umgangs mit toten Körpern. Bis weit in die Neuzeit hinein waren Tod und Bestattung eine Domäne der Kirche, die Muster der Trauerkultur wurden vom christlichen Glauben und kirchlichen Liturgien geprägt. Das Christentum hatte die Bestattung der Toten an und in den Kirchen verortet und damit im Zentrum der menschlichen Siedlungen. In Beinhäusern (Karnern) fand eine Zweit-Bestattung nicht verwester Skelett-Teile statt.

Vom Parkfriedhof zum Friedhofspark: Ohlsdorf im Wandel – historisch belegt?
Cincinnati

Das im letzten Heft an dieser Stelle kurz vorgestellte Projekt mit dem Arbeitstitel "Ohlsdorf 2050" soll die Entwicklung des bedeutenden Friedhofs langfristig und zielgerichtet so steuern, dass auf dem heutigen Friedhofsareal in Zukunft zusammenhängende Belegungs-(Friedhofs)flächen und öffentliche Grün-(Park)flächen entstehen. Der weltgrößte Parkfriedhof wird sich damit zu einem Friedhofspark wandeln.

fof-ohlsdorf.de Samstag 09.05.2015 - 11:18

Alte Grabmale – moderne Medien

Screenshot

Nichts bleibt so, wie es ist! Diese banale Weisheit gilt auch für Friedhöfe. Auch wenn sie anscheinend immer gleich geblieben sind, so zeigt ihre Erforschung doch, dass sie stets den allgemeinen gesellschaftlichen Veränderungen unterlagen, auch wenn es manchmal etwas längere Zeit brauchte, bis diese Veränderungen sozusagen am "letzten Ende", dem Ort des Todes ankamen.

Fröhlicher Friedhof

Totengräber

Was soll dabei herauskommen, wenn ein Arzt längere Zeit Vorsitzender eines Friedhofs-Kulturkreises war? Sepulkralkultur, Tod und Heilberuf treffen dann unmittelbar aufeinander, ein Spannungsfeld entsteht, das sich entladen muss. Ergebnis: ein kleines Buch voller schwarzem Humor und schwarzem Witz!

Literaturauswahl zum Thema Tod und Humor

- Hans-Jörg Mauss, Fröhlicher Friedhof – 250 schwarze Witze, 25 Anekdoten und Karikaturen um Sterben, Tod und Begräbnis, hg. als Band 13 der Schriftenreihe des Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e. V., Hamburg 2014, 92 S.

- Wolfgang Sieg, Ohlsdorf lebt – oder Der Sarg-Discounter, Neumünster 1999, 168 S.

- Julius Müller, Man stirbt nur einmal – Heitere Geschichten übers Grab hinaus, Wien 2005, 176 S.

- Julius Müller, Es ist fast ein Vergnügen zu sterben, Wien 2006.

Humor auf Grabsteinen
Grabmal Schlegel

Humor auf Grabsteinen? Auf Grabsteinen des Ohlsdorfer Friedhofs ist das wohl eher eine Ausnahme. Dort, wo außer Namen und Lebensdaten noch weitere Texte in den Stein gehauen sind, haben diese Sprüche oder Losungen eher etwas Nachdenkliches an sich, oft sind es Zitate aus der Bibel oder aus der großen Literatur, auf jeden Fall nichts zum Lachen.

fof-ohlsdorf.de Dienstag 03.02.2015 - 10:40