OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Titelthema

Die Wiener Michaelergruft

Sargbemalung

Wenn Wientouristen am Ende des Kohlmarktes vor dem Michaelertor, dem Eingang in die ehemalige Residenz der Habsburger, stehen und ihre von Handysticks gehaltenen Smartphones wegen eines Selfies anlächeln, ist wohl den wenigsten von ihnen bewusst, dass nur ein paar Meter schräg unter ihnen mehr als zweihundertfünfzig Leichname liegen, denen das Lächeln schon vor langer Zeit erfroren ist. Und die während zweier geführter Touren pro Tag besichtigt werden können.

Januar 2019 - Titelthema: "
Tod in Wien
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Zur Geschichte von Feuerbestattung und Krematoriumsbau in Wien

Krematorium

In Österreich führte die Feuerbestattung erst relativ spät, nämlich nach dem Ersten Weltkrieg, zu einem Krematoriumsbau. Dies hing mit dem Einfluss und der Macht der katholischen Kirche zusammen. Dennoch wurde über das Thema auch in Österreich bereits im späten 19. Jahrhundert diskutiert. Als in Dresden die Probeverbrennung eines toten Tieres durchgeführt wurde, nahmen daran auch der Wiener Stadtphysikus und ein Beamter des Wiener Bauamtes teil und berichteten positiv darüber.

Januar 2019 - Titelthema: "
Tod in Wien
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Der Friedhof der Namenlosen an der Donau in Wien

Eingang

Die Geschichte des Wiener Friedhofs der Namenlosen ist eigentlich die Geschichte zweier unterschiedlicher Anlagen und reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Diese Geschichte ist durchaus wechselvoll: Die erste Anlage – auch als Alter Friedhof der Namenlosen bezeichnet – ging aus der Bestattung einer unbekannten ertrunkenen Person im Jahr 1840 hervor.

Januar 2019 - Titelthema: "
Tod in Wien
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Die Kindereuthanasie "Am Spiegelgrund"

ALTERNATIVTEXT

Im Jahr 1907 wurde die niederösterreichische Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geistes- und Nervenkranke "Am Steinhof" – das heutige Otto Wagner-Spital – errichtet, um dem stetigen Bevölkerungswachstum in Wien und den daraus entstehenden Unterbringungsmöglichkeiten gerecht zu werden. Es war damals die größte und modernste Heil- und Pflegeanstalt Europas, mit einer Gesamtkapazität von 2.200 Betten.

Januar 2019 - Titelthema: "
Tod in Wien
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Das Denkmal für die Revolutionsgefallenen 1918–1920

Revolutionsgefallene

Am Beginn der Bergstraße auf dem Ohlsdorfer Friedhof, genau gegenüber dem Friedhofsmuseum, in dem der Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof sein Büro hat, befindet sich das Denkmal zur Erinnerung an die Opfer der Revolutionsjahre 1918 bis 1920. Das Denkmal wurde um 1920 nach einem Entwurf von Oberbaudirektor Fritz Schumacher errichtet. 1933 musste es auf Betreiben der Nationalsozialisten wieder abgerissen werden.

November 2018 - Titelthema: "
Weltkriegsende und Revolution
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Die Opfer der Novemberrevolution 1918 in Hamburg

Grabanlage Revolutionsopfer

Hamburgs Gedenkort für die Ereignisse am Ende des Ersten Weltkriegs und die unruhige Zeit danach ist die Grabanlage der Revolutionsopfer am Beginn der Bergstraße gegenüber dem Friedhofsmuseum. Die Revolution begann in Hamburg am 5. November 1918, als der Aufstand von Kieler Matrosen, Soldaten und Arbeitern hierher übergriff. Es kam zu Sympathiestreiks und Massenkundgebungen und einzelnen gewaltsamen Aktionen, die auch Menschenleben forderten.

November 2018 - Titelthema: "
Weltkriegsende und Revolution
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Erinnerungsmale für die Opfer der Revolutionszeit von 1918–1919

Die Opfer

Die Opfer der Revolution in Hamburg sind ehrenvoll auf dem Ohlsdorfer Friedhof beerdigt worden. Wie aber wurde mit den Toten der Revolution in anderen Städten umgegangen? Wenn dieser Frage im Folgenden nachgegangen wird, dann geht es hauptsächlich um die Opfer der Novemberrevolution und des sich daran anschließenden Aufstandes im Januar 1919 – auch Spartakusaufstand genannt.

November 2018 - Titelthema: "
Weltkriegsende und Revolution
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Die Familiengräber am "Kap Hoorn"

Karte

Nein, gemeint ist hier nicht die Südspitze von Südamerika. Mit "Kap Hoorn" wird in Ohlsdorf gelegentlich die spitz zulaufende Ecke an der Einmündung der Ida-Ehre-Allee in die Mittelallee bezeichnet (U32–W35). Wer sich hier genauer umsieht, wird feststellen, dass auf vielen Grabsteinen Sterbedaten aus der Zeit des Ersten Weltkriegs zu finden sind und die Inschriften auf gefallene Soldaten hinweisen.

November 2018 - Titelthema: "
Weltkriegsende und Revolution
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Trauern und Gedenken online

Das Internet und die digitale Welt, Social Media und Online-Plattformen spielen eine immer wichtigere Rolle im Leben und Alltag von Menschen.
Immer mehr Bereiche werden um einen virtuellen Faktor erweitert. Und auch im Umgang mit Trauer sind verschiedene Phänomene im Internet zu beobachten, etwa Online-Todesanzeigen, digitale Friedhöfe, aber auch Gedenkseiten und Trauer- und Erinnerungsaktivitäten auf Facebook.

August 2018 - Titelthema: "
Digital trauern
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Facebook als Ort der Trauer und Erinnerung

Jonas Togler ist 17 Jahre alt, als er im Juni 2011 beim Baden mit Freunden nicht mehr aus dem Baggersee auftaucht. Seine Kumpels glauben zunächst an einen Streich – nicht unüblich für den aufgedrehten, lebenslustigen Teenager, einen sportlichen Draufgänger –, vielleicht sei er heimlich an einer anderen Stelle aus dem See gestiegen und beobachte sie von dort aus kichernd bei der Suche nach ihm, denken sie. Doch wenige Stunden später bestätigt sich, was seine Mutter sofort spürte, als Jonas nicht zum Abendessen nach Hause kam: Jonas Togler ist tot.

August 2018 - Titelthema: "
Digital trauern
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