OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Titelthema

– Alternative BestatterInnenkultur – eine Forschungsperspektive

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Alternative Bestattungsarten wie Seebestattungen, Naturbestattungen oder Diamantbestattungen sind inzwischen weitläufig bekannt, oft diskutiert und das, was meist mit alternativer Bestattungskultur assoziiert wird: Die vielbeschworene Pluralisierung der Bestattungskultur eben, die als Symptom des Wandels der Bestattungskultur dem Individualisierungstrend der Gesellschaft gerecht zu werden scheint. Aber nicht nur die Bestattungskultur pluralisiert sich, sondern auch die BestatterInnenkultur.

August 2019 - Titelthema: "
Alternative Bestattungskultur
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Die Transformation der Utopie: Essayistische Betrachtungen einer sich wandelnden Bestattungskultur

Die Einführung der Feuerbestattung im späten 19. Jahrhundert verlief zu Beginn eher zögerlich, erst in den letzten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts begann der Siegeszug der Kremation. Inzwischen liegen die Kremationszahlen deutschlandweit bei über 50%, in vielen Bundesländern sogar bei nahezu 100%. Die Einführung der Feuerbestattung gilt als die bedeutendste Zäsur im Bestattungswesen der letzten Jahrhunderte. Mit der Kremation wird die Bestattung beschleunigt und effizient, denn der Leichnam wird direkt zerstört, statt über Jahre hinweg schleichend zu verwesen.

August 2019 - Titelthema: "
Alternative Bestattungskultur
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...selbst der schönen Stadt Kiel zur Zierde -

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Der Kieler Südfriedhof — Deutschlands erster vollständig als Parkfriedhof gestalteter "Neuer Kirchhof" aus dem Jahre 1869. Betritt der Besucher den von Mauern und Gittern eingefassten Kieler Südfriedhof durch das Haupttor, fällt sein Blick — über einen Vorplatz hinweg — auf eine bewaldete Anhöhe, die zum Betrachter hin von einer Rasenfläche begrenzt wird. Nur eine wohl geordnete kleine museale Ansammlung historischer Grabsteine erinnert daran, dass er sich auf einem Friedhof befindet.

Mai 2019 - Titelthema: "
150 Jahre Südfriedhof Kiel
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Historische Grabmäler auf dem Kieler Südfriedhof

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Der Kieler Südfriedhof zeichnet sich als der älteste erhaltene christliche Gottesacker der Stadt nicht allein durch seine fortschrittliche Ausprägung und seine Gestaltungsform als Parkanlage aus. Bis heute befinden sich hier Grabstätten und Grabmäler der Kieler Bevölkerung mit besonderem geschichtlichem und künstlerischem Wert und zeugen exemplarisch von der Entwicklung der einzelnen Grabmaltypen und der Ausbildung ihrer Charakteristika.

Mai 2019 - Titelthema: "
150 Jahre Südfriedhof Kiel
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Grabmal Lass: Ein Werk von Edvard Eriksen auf dem Kieler Südfriedhof

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Eines der bemerkenswertesten Grabmale auf dem Kieler Südfriedhof ist das Grabmal für Henning Lass (1904-1925). Auf den ersten Blick erinnert es an ein Denkmal für einen jung verstorbenen Soldaten des Ersten Weltkriegs, deren oft in antikisierenden Darstellungen gedacht wird – oft als nackte Heroen, in Trauerhaltung kniend, mit Schild, Fahne oder Schwert als Attribut. Hier fehlen aber jegliche Accessoires kriegerischer Handlung.

Mai 2019 - Titelthema: "
150 Jahre Südfriedhof Kiel
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Zur Idee der Parkfriedhöfe

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Als gegen Ende des 18. Jahrhunderts die Friedhöfe vor die Tore der Städte verbannt wurden und Napoleon im Jahr 1804 das Beerdigen in der Stadt ganz und gar verbot, legte man die neuen Begräbnisorte fast überall nach "rationalen" Grundsätzen an. Wenn irgend möglich bestanden sie aus einer rechteckigen Fläche, die durch gerade Wege in regelmäßige Grabfelder unterteilt waren. Nur in Paris wich man von dieser Regel ab. Im Jahr des napoleonischen Beerdigungsediktes eröffnete man dort den neuen Friedhof Père Lachaise.

Mai 2019 - Titelthema: "
150 Jahre Südfriedhof Kiel
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Die Wiener Michaelergruft

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Wenn Wientouristen am Ende des Kohlmarktes vor dem Michaelertor, dem Eingang in die ehemalige Residenz der Habsburger, stehen und ihre von Handysticks gehaltenen Smartphones wegen eines Selfies anlächeln, ist wohl den wenigsten von ihnen bewusst, dass nur ein paar Meter schräg unter ihnen mehr als zweihundertfünfzig Leichname liegen, denen das Lächeln schon vor langer Zeit erfroren ist. Und die während zweier geführter Touren pro Tag besichtigt werden können.

Januar 2019 - Titelthema: "
Tod in Wien
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Zur Geschichte von Feuerbestattung und Krematoriumsbau in Wien

Krematorium

In Österreich führte die Feuerbestattung erst relativ spät, nämlich nach dem Ersten Weltkrieg, zu einem Krematoriumsbau. Dies hing mit dem Einfluss und der Macht der katholischen Kirche zusammen. Dennoch wurde über das Thema auch in Österreich bereits im späten 19. Jahrhundert diskutiert. Als in Dresden die Probeverbrennung eines toten Tieres durchgeführt wurde, nahmen daran auch der Wiener Stadtphysikus und ein Beamter des Wiener Bauamtes teil und berichteten positiv darüber.

Januar 2019 - Titelthema: "
Tod in Wien
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Der Friedhof der Namenlosen an der Donau in Wien

Eingang

Die Geschichte des Wiener Friedhofs der Namenlosen ist eigentlich die Geschichte zweier unterschiedlicher Anlagen und reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück. Diese Geschichte ist durchaus wechselvoll: Die erste Anlage – auch als Alter Friedhof der Namenlosen bezeichnet – ging aus der Bestattung einer unbekannten ertrunkenen Person im Jahr 1840 hervor.

Januar 2019 - Titelthema: "
Tod in Wien
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Die Kindereuthanasie "Am Spiegelgrund"

ALTERNATIVTEXT

Im Jahr 1907 wurde die niederösterreichische Landes-Heil- und Pflegeanstalt für Geistes- und Nervenkranke "Am Steinhof" – das heutige Otto Wagner-Spital – errichtet, um dem stetigen Bevölkerungswachstum in Wien und den daraus entstehenden Unterbringungsmöglichkeiten gerecht zu werden. Es war damals die größte und modernste Heil- und Pflegeanstalt Europas, mit einer Gesamtkapazität von 2.200 Betten.

Januar 2019 - Titelthema: "
Tod in Wien
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