OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Friedhof und Wasser

 - August 2010
Ausgabe: 
Nr. 110, III,

Der Zusammenhang von Wasser und Friedhof ist in der Kulturgeschichte auf vielfältige Weise verankert.

Manche Friedhöfe nahmen ausdrücklich Wasserleichen auf, wie der Namenlosen-Friedhof an der Donau in Wien oder der so genannte "Selbstmörder"-Friedhof an der Havel in Berlin. In der Zeit der Parkfriedhöfe bildete das Wasser ein bedeutsames Gestaltungselement: Bäche und Teiche verzierten die Friedhofslandschaft. Das Grab des Fürsten Pückler im Branitzer Park ist als Insel im Wasser angelegt. Wasserspendende Brunnen zählen zur Kleinarchitektur und sind häufig dem Gesamtcharakter des Friedhofs stilistisch angepasst.

Titelseite Nr. 110
Titelseite Nr. 110
Wasserturm auf dem Ohlsdorfer Friedhof
Foto: J. Meinert

Eigene Wassertürme dienten der Versorgung der Anlagen. In den beiden letzteren Fällen gingen ästhetische und nützliche Funktion nicht selten eine Synthese ein – der im Heimatstil gestaltete, heute seiner ursprünglichen Funktion enthobene Wasserturm auf dem Ohlsdorfer Friedhof ist ein bekanntes Beispiel. Das vorliegende Heft möchte der Beziehung zwischen Friedhof und Wasser aus unterschiedlichen Perspektiven nachspüren.

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