OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Der Friedhof als Teil der Geografie des Tourismus (Teil 2)

 - Mai 2006
Ausgabe: 
Nr. 93, II, 2006

Der Artikel berichtet über Untersuchungen der touristischen Bedeutung von Friedhöfen und beschreibt den Platz, den sie im geografischen und touristischen Bereich einnehmen. Zugleich untersucht der Verfasser, welches Interesse aus touristischer Sicht an Friedhofsarealen besteht. Die Arbeit basiert auf der einschlägigen Literatur und auf Untersuchungen des Verfassers über touristisch interessante Friedhöfe wie zum Beispiel die Friedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg in den West-Beskiden.

3. Der Friedhof im geografischen und im touristischen Raum

Die Ursprünge des Friedhofstourismus sind es wert, genauer betrachtet zu werden einschließlich der Reisen, die zu religiösen Zwecken unternommen wurden. Seit Beginn des Christentums war eine Wallfahrt eine Art von religiösem Tourismus verbunden mit dem Besuch der Grabstätten von Menschen, die eine wichtige Rolle in der Geschichte gespielt hatten oder die als Seliggesprochene oder als Heiliggesprochene angesehen wurden (Jackowski 2003).

Die Verehrung der Märtyrer entwickelte sich vor allem im westlichen Christentum. In Polen findet man dies im Falle von St. Wojciech (Adalbert) in Gniezno (Gnesen) und von Bischof St. Stanislaw (Stanislaus) in Krakau. Die Gräber von Personen, die als Märtyrer starben, oder von heiligen Männern, die nicht offiziell heilig oder selig gesprochen worden sind (z.B. das Grab des Kardinals Stefan Wyszynski oder des Priesters Jersy Popieluszko) ebenso wie von Berühmtheiten mit außerordentlichen Verdiensten (z.B. die Gräber der polnischen Könige, von bekannten Schriftstellern und Künstlern) sind Ziele von derartigen Wallfahrten.

Der Wallfahrtstourismus war in ärmeren Gesellschaftskreisen oft die einzige Form touristischer Aktivität: Bestätigung für derartige Friedhofsreisen kann man schon in den Reiseführern zu den römischen Katakomben finden, die im 12. bis 13. Jh. herausgegeben wurden.

In Polen werden Wallfahrten zu Friedhöfen in der Zeit um Allerheiligen oder an anderen hohen kirchlichen Feiertagen unternommen. Tourismus dieser Art gehört sicher in die Gruppe der heiligen Reisen und muss in erster Linie als fromme Verpflichtung angesehen werden. Jedoch sollten bei diesen Besuchen auch die profanen Aspekte nicht übersehen werden wie der Wunsch nach familiärer Begegnung und Versöhnung. Allerheiligen ist einer der wenigen Tage des Jahres, an dem die Menschen in Polen ihren Geburtsort und den Platz, an dem sie aufgewachsen sind, besuchen. Familienbande werden erneut geknüpft und wieder belebt, und es gibt sozusagen ein "Zurück zu den Wurzeln". Außer der Religion kann man für diese Reisen oft auch verschiedene profane und private Motive feststellen. Der Tag ist gekennzeichnet von einer großen Zahl von Menschen, die auf Reisen sind, und von dichtem Straßenverkehr.

Die Verehrung von islamischen Heiligen hat den Friedhof zu einem der wichtigsten Plätze innerhalb einer islamischen Gemeinde gemacht. Er kann zu einem Wallfahrtsziel werden ebenso wie zu einem Ort für Versammlungen und Feierlichkeiten. Dies ist besonders wichtig an den religiösen Stätten der Schiiten, weil der Glaube, dass eine Bestattung in unmittelbarer Nähe eines Heiligen einen direkten Weg ins Paradies garantiert, eine Grundüberzeugung dieser Glaubensrichtung ist. Aus diesem Grunde werden alljährlich Muslime, deren Leichen manchmal aus weit entfernten Ländern hier hergebracht werden, auf diesen Plätzen beerdigt. Auf diese Weise wachsen die Friedhöfe und wandeln sich eher zu Nekropolen, als nur der örtlichen Bevölkerung zur Verfügung zu stehen.

Orte, die im 11. bis 16. Jh. in Polen als heilig galten, vor allem Kirchen und die Grabstätten von Heiligen, waren auch unter den wohlhabenden Bürgern sehr beliebt, die dort oft noch zu ihren Lebzeiten Kapellen und Gruften für sich und ihre Familien errichten ließen. Heute sind diese häufig touristische Ziele auf Jugendreisen und historischen Exkursionen.

Wenn ein Grab, eine Gruppe von Gräbern oder ein Friedhof als touristisches Ziel betrachtet wird, dann gibt es "Friedhofstourismus". Man sollte bedenken, dass das, was religiöse und touristische Bewegungen gemein haben, die Tatsache ist, dass sie eine Reise beginnen und dabei die gleiche Infrastruktur und die gleichen Transportmittel nutzen. Was unterschiedlich ist, das sind die Motivation und die Verhaltensweisen (Jackowski 2003). Gleichgültig ob nur religiös oder religions-pädagogisch basiert, wird diese Art von Tourismus allgemein "Religionstourismus" genannt. Reisen zu religiösen Kultstätten, die aus anderen Gründen gemacht werden, sind Formen des Kultur- oder Studien-Tourismus. Wenn man unterstellt, dass der Friedhof auch ein geeigneter Ort ist, um spazieren zu gehen und sich mit anderen Menschen zu treffen, dann besitzt er darüber hinaus auch ein Freizeit- und Erholungspotential. Auf dieser Grundlage unterteilt der Verfasser die Gründe für Friedhofsbesuche in religiös, religionspädagogisch, (kultur)pädagogisch und freizeitlich.

Schädelkapelle
Schädelkapelle in Czermna bei Kudowa Zdroj (Bad Kudowa) Foto: Tanas

Der geographische Raum ist ein messbarer Raum, der aus den natürlichen Elementen der Erde (Atmosphäre, Hydrosphäre, Biosphäre und Lithosphäre) besteht sowie aus den Elementen, die auf die menschlichen Aktivitäten zurückgehen (Liszewski 1995). Der touristische Raum ist derjenige Teil des geographischen und sozio-ökonomischen Raums, in dem die touristischen Erscheinungsformen stattfinden (Warszynska & Jackowski 1978). Liszewski (1995) definiert den touristischen Raum als einen funktionell separaten Unter-Raum des allgemeinen geographischen Raums, der natürliche Elemente (die natürliche Umwelt) und die ständigen Einflüsse menschlicher Aktivitäten einschließlich des wirtschaftlichen und sozialen Umfelds enthält. Jeder der geographischen Unter-Räume, in denen sich touristische Funktionen entwickelt haben, kann als touristischer Raum betrachtet werden. Der touristische Raum ist ein Produkt der Gesellschaft, das heißt, dass er unter bestimmten Entwicklungsbedingungen als interessant aus pädagogischer oder freizeitlicher Sichtweise ist für Leute, die von auswärts kommen (Liszewski 1999). Liszewski erkennt fünf Arten von touristischem Raum: "Erforschung", "Durchdringung", "Angleichung", "Besiedlung" und "Verstädterung". Der "Erforschungs"-Raum ist die hauptsächliche und typischste Form des touristischen Raums. Angenommen, ein historischer Friedhof ist Teil des geographischen Raums und Objekt des touristischen Interesses (d.h. ein Raum, in dem es zu touristischen Erscheinungsformen kommt), dann kann man davon ausgehen, dass er auch Teil des touristischen Raums ist.

Ebenso wie der touristische Raum unterliegt der Friedhofs-Raum dem Wandel. Ein Friedhof kann ein Raum für "Erforschung" und "Durchdringung" sein und, wenn er Teil des städtischen Raums ist, für den Prozess der "Verstädterung".

Zakopane
Gräberfeld auf dem Alten Friedhof von Zakopane (Foto: Tanas)

Der Alte Friedhof bei Peksowe Brzyzko in Zakopane kann dafür als Beispiel dienen: Er wurde im Jahre 1848 angelegt und diente bis zum Jahr 1908 als einziger Friedhof in Zakopane. Im Jahre 1889 wurde Tytus Chalubinski in Peksowe Brzyzko beigesetzt, und das führte zu einem Wandel in seinem Charakter, weil von da an auch Besucher, die in Zakopane starben, dort beerdigt wurden (Zdebski 1983). Auf Anregung von Stanislaw Witkiewicz begann in dem Zeitraum zwischen den Weltkriegen der Brauch, auch bekannte Persönlichkeiten auf dem Alten Friedhof zu bestatten, und die ersten geschichtlichen Abhandlungen und Friedhofsführer wurden herausgegeben. Ende des Jahres 1931 wurde der Alte Friedhof in die Liste der historischen Denkmale aufgenommen, und zu dieser Zeit war er ein Beispiel für "Erforschungs"-Raum.

Während der Nazi-Okkupation wurde die Friedhofsfläche wegen des Baus einer Straße zur Seilbahnstation nach Gubalowka verkleinert und Gräber und Gruften wurden in seinen mittleren und westlichen Teil verlegt. Dies ist ein Beispiel für die Einflussnahme örtlicher Behörden auf den Friedhofs-Raum durch die städtische Entwicklung von Zakopane.

Nach dem Kriege wurde der Friedhof ein wichtiger Bestandteil von Reisen nach Zakopane und ins Tatra-Gebirge und war fest verwurzelt im Bewusstsein der Einwohner von Zakopane und der Freunde des Tatra-Gebirges. Er wird von Besuchern Zakopanes besichtigt und ist eine touristische Attraktion, wird in Reiseführern beschrieben und erscheint als Werbemotiv für Zakopane in Prospekten, auf Postkarten usw. Der Friedhof stellt ein bedeutendes touristisches Element dar als Beispiel für "Durchdringungs"-Raum und ist umgeben von Gebäuden und Einrichtungen für den Tourismus – sich ausbreitende "Verstädterung". Diese Geschichte veranschaulicht den funktionellen Wandel des Alten Friedhofs von seiner Funktion als Beerdigungsplatz und Erinnerungsort zu touristischen und symbolischen Funktionen (Tafel 1).

Tafel 1
Tafel 1: Die Entwicklung des touristischen Raums des Friedhofs und der Wandel seiner Funktionen

4. Die Tourismus-Ressource von Friedhöfen

Eine der Definitionen beschreibt den Tourismus als die Summe der Phänomene, die diejenigen Bewegungen im Raum betreffen, welche mit einem vorübergehenden Wechsel des Aufenthalts, des Lebensrhythmus und der Umgebung ebenso verbunden sind wie mit dem persönlichen Kontakt zu der besuchten Gegend (Natur, Kultur, Gesellschaft) (Przeclawski 1979).Tourismus ist ein Zusammentreffen von Kulturen, ein Werte-Austausch zwischen Touristen und Einheimischen und kann ein Faktor im gesellschaftlichen und kulturellen Wandel sein.

Friedhöfe sind häufig Ziel von pädagogischen Reisen. Zu den Tourismus-Ressourcen zählt Rogalewski (1979) typische Landschaftskomplexe und Natursehenswürdig-keiten – also Ressourcen der natürlichen Umwelt; ebenso architektonische Monumente, Kunst, Kultur und Geschichte – also kulturelle Ressourcen. Beide Kategorien können auf vielen Friedhöfen angetroffen werden.

Manche Menschen besuchen einen Friedhof – nicht aus Pflichtgefühl, sondern aus freien Stücken – um das Grab eines Verwandten zu pflegen oder um eine "gedankliche Begegnung" mit dem Verstorbenen zu haben oder um die Freizeit oder das gute Wetter auszunutzen, um spazieren zu gehen, sich geistig und körperlich zu erholen oder Verwandte und Bekannte zu treffen. Solche Besuche sind eine Form der Freizeitbeschäftigung, und betrachtet man diese freizeitlichen Ressourcen, so ist es wichtig, dass bestimmte Mindestbedingungen gegeben sind (Wyrzykowski 1975): Saubere Luft, Ruhe, nur begrenzte Verstädterung, ästhetische Geländegestaltung, gute klimatische und angenehme bio-klimatische Bedingungen. Die Mehrzahl der historischen Friedhofskomplexe gehört zum Typ der Parkfriedhöfe und entspricht diesen Anforderungen.

Zahlreiche Organisationen, deren Ziel es ist, die Voraussetzungen für die regionale Entwicklung zu verbessern, nutzen alte Friedhöfe bei ihren Marketing-Bemühungen. Friedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg, die zu den Tourismus-Ressourcen gehören, gibt es zur Zeit z.B. in Gorlice Sekowa und Uscie Gorlickie im West-Beskiden-Gebirge. Abbildungen von Friedhofs-Mahnmalen erscheinen in Fremdenverkehrsprospekten, Werbebroschüren und Reiseführern.

Grundlage für die touristische Entwicklung ist, abgesehen von den sozio-ökonomischen Bedingungen, die Qualität und Art der touristischen Ressource (natürlich und von Menschenhand geschaffen) ebenso wie das Ausmaß, in dem die Friedhöfe genutzt werden. Bei Zugrundelegung dieser Kriterien kann der Tourismus eine "hauptsächliche", eine "gleichbedeutende", eine "stellvertretende" oder eine "zusätzliche" Funktion wahrnehmen (Warszynska 1999). Die "hauptsächliche" Funktion eines Friedhofs als Begräbnisplatz kann nebensächlich werden und sich in eine "gleichbedeutende", "stellvertretende" oder "zusätzliche" touristische Funktion wandeln.

Als touristisches Ziel tritt der Friedhof immer häufiger in der volkskundlichen Touristik auf. Gaworecki (2000) weist auf historische Denkmäler wie Soldatenfriedhöfe hin ebenso wie auf besondere Nekropolen für die Opfer der nationalsozialistischen Ausrottungspolitik (Auschwitz, Majdanek, Sztutowo und Ragoznica). Evangelische Friedhöfe sind wichtige Orte für volkskundlichen Tourismus in Polen wegen der gewaltigen Bevölkerungsverschiebungen nach dem Zweiten Weltkrieg, und jüdische Friedhöfe wegen der Ausrottung der jüdischen Bevölkerung während des Krieges. Die Grabmale haben eine starke emotionale, geschichtliche und künstlerische Bedeutung. Derartige Nekropolen – inzwischen renoviert und für das Publikum zugänglich – können große Anziehungspunkte für ausländische Besucher sein, die auf der Suche nach ihren eigenen Wurzeln, ihrem Geburtsort oder der Gegend sind, in der ihre Vorfahren gelebt haben.

5. Die touristische Attraktivität der Soldatenfriedhöfe in den West-Beskiden

Der Verfasser hat bereits früher die Soldatenfriedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg in den West-Beskiden (Tanas 1996) als Beispiel für Friedhöfe mit touristischer Attraktivität beschrieben. Zwischen den Jahren 1915 und 1918 wurden in dem Gebiet von Galizien 61.000 Soldaten begraben. Es wurden 378 Friedhöfe angelegt, von denen sich 64 in den West-Beskiden befinden. Diese Friedhöfe sollten ein Ausdruck der Dankbarkeit vonseiten der österreich-ungarischen Monarchie gegenüber den toten Soldaten für deren Tapferkeit, Aufopferung und Tod sein. Sie sollten eine stumme Mahnung sein, um kommende Generationen an die "Tragödie der Völker" und an die Tausende von Opfer zu erinnern.

Soldatenfriedhof in West-Galizien
Soldatenfriedhof aus dem Ersten Weltkrieg in West-Galizien (Beskiden) Foto: Tanas

Heute sind die Soldatenfriedhöfe in den West-Beskiden ein großer touristischer Anziehungspunkt, besucht von einer großen Menge von Einzelbesuchern und Besuchergruppen. Dies bestätigte sich bei Untersuchungen des Verfassers über die Soldatenfriedhöfe und ihre Attraktivität für Touristen und Einheimische in den Jahren 1995 bis 1997.

Die Friedhöfe wurden von 77% der Touristen, die in diese Gegend kamen, besucht. 75% von ihnen gaben an, dass sie sie schon vor mehr als fünf Jahren besucht haben. 60% von ihnen kannten die Umstände, unter denen die Friedhöfe angelegt worden sind und die Geschichte der Schlacht von Gorlice. Auf die Frage: "Können Soldatenfriedhöfe eine touristische Sehenswürdigkeit sein?" antworteten 75% mit Ja. Die Mehrheit der Einheimischen kannte ebenfalls die Soldatenfriedhöfe. 80% sagten, sie würden von Touristen besucht und 68% glauben, dass die Friedhöfe eine touristische Sehenswürdigkeit in den Beskiden sind.

Auf der Grundlage der Untersuchungsergebnisse zeigte der Verfasser, dass die Soldatenfriedhöfe der West-Beskiden eine bedeutende touristische Ressource sind und ein wichtiger Beitrag zur touristischen Attraktivität dieser Region. Die Untersuchung bestätigt, dass Touristen an Soldatenfriedhöfen sehr interessiert sind und zeigt die Verwendung der Friedhöfe für Zwecke der Fremdenverkehrswerbung durch Behörden und Organisationen im Dienst der touristischen Entwicklung.

6. Schlussbetrachtungen

Abschließend einige Daten bezüglich der Wahrnehmung von Friedhöfen bei verschiedenen Altersgruppen auf der Basis einer Untersuchung aus dem Jahre 2004 bei 310 Personen im Alter zwischen 13 und 60 Jahren.

Bei der Antwort auf die Frage "Sind Sie in ihrer Freizeit oder im Urlaub auf einem Friedhof gewesen?" war es leicht, die Bedeutung des Alters und seinen Einfluss auf die Friedhofswahrnehmung festzustellen. Bei Studenten unter 24 Jahren antworteten mehr als 50% mit "nein", während in der Gruppe über 25 Jahren 56% mit "Ja" antworteten. Ältere Menschen betrachteten einen Friedhof öfter als einen parkartigen Ort, der der Erholung dient. Antworten auf die Frage "Sind Sie jemals während einer Gruppenreise oder allein zu Besichtigungszwecken auf einem Friedhof gewesen?", wurden in allen Gruppen zumeist bejaht (57–88%). Auf eine andere Frage: "Stimmen Sie der Auffassung zu, dass ein historischer Friedhof touristisch attraktiv ist?", wobei der Verfasser absichtlich den historischen Charakter des Friedhofs hervorhob, damit er nicht nur als ein zur Zeit für Grabstätten von Familie und Freunden genutzter Platz begriffen wurde, antwortete die große Mehrheit (im Durchschnitt 68%) mit "Ja", unabhängig vom Alter.

Diese Befragungsergebnisse und die theoretische Analyse zeigen, dass ein Friedhof für Touristen interessant sein kann und dass er zugleich als touristische Ressource für die touristische Attraktivität eines bestimmten Ortes oder einer bestimmten Gegend ausschlaggebend sein kann, vorausgesetzt, dass er bedeutende historische, kulturelle, künstlerische oder natürliche Eigenschaften aufweist. Nicht jeder Friedhof also, vor allem nicht die neuen, haben touristische Ressourcen oder sind touristische Ziele. Die Bedeutung eines Friedhofs kann sich wandeln, wenn jemand, der allgemein als Autorität betrachtet wird, anerkannt oder berühmt ist, dort bestattet wird.

Bedenkt man die Inschrift am Eingang zum Alten Friedhof in Zakopane: "Man findet ein Vaterland in seiner Erde und in seinen Gräbern. Durch den Verlust des Gedenkens verliert eine Nation ihr Leben", sollte das Wissen über die Friedhöfe allgemein noch weiter verbessert werden und die Gesellschaft sich noch stärker ihrer Bedeutung bewusst werden. Durch den Tourismus kann dies erfolgreich bewirkt werden.

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