Direkt zum Inhalt

OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Kultur & Geschichte

Artikel aus der Rubrik "Kultur & Geschichte":

100 Jahre Denkmal für den Ohlsdorfer Friedhofsdirektor Wilhelm Cordes

Das Cordes-Denkmal in Ohlsdorf. Foto P. Schmolinske

Vor fast genau 100 Jahren wurde am 11. März 1920 im Ohlsdorfer Rosarium das Denkmal für Wilhelm Cordes, den verstorbenen Direktor des Friedhofs eingeweiht. Wilhelm Cordes war am 31. August 1917 im Alter von 77 Jahren nach längerer Krankheit gestorben.

Von Ohlsdorf nach Oldesloe: Der Grabstein des Unternehmers und Mäzens Friedrich Bölck

Der Bölck-Grabstein auf dem Oldesloer Friedhof mit Friedhofsverwalter Jörg Lelke. Foto: N. Fischer

Am 16. August 2019 wurde auf dem Evangelisch-Lutherischen Friedhof Bad Oldesloe der Grabstein für den bedeutenden Unternehmer und Mäzen Friedrich Bölck (1877-1940) neu aufgestellt. Der Grabstein stand zuvor auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Der neue Standort wurde mit einer Feier auf dem Friedhof eingeweiht, bei der die Oldesloer Stadtarchivarin Sylvina Zander in einer Rede auf die historische Bedeutung Bölcks hinwies.

Das Krematorium in Ohlsdorf – ein besonderes Erlebnis

In der Mitte der 1960er Jahre war ich einmal bei einer Feuerbestattung im Krematorium Ohlsdorf unter den Trauernden. Am Ende der Feier wurde der Verstorbene im Sarg heruntergelassen. Damit war die Feier beendet. Ende 1970 kam ich dann als junger "Udl" (Polizeibeamter) zum Polizeirevier 48. Es war seinerzeit flächenmäßig das zweitgrößte Revier in Hamburg. Zu unserem Bereich gehörte u.a. der gesamte Ohlsdorfer Friedhof.

Eine Dorfbestattung in China (Teil II)

Bewirtung der Helfer und Gäste im Hof

Freitag, 29. März 2019, 6.00 Uhr: Wir stehen auf. Irgendjemand hat am Sarg gewacht, man hat sich abgewechselt. Als ich dorthin gehe, bringt jemand eine Schale Getreidebrei, ich denke, sie sei für mich und will sagen, dass ich im Hof mit allen anderen zusammen essen werde, aber ich habe das falsch verstanden, sie ist natürlich für den Schwiegervater. Der Tote bekommt traditionell immer zuerst eine Portion.

Leben und Tod auf Kuorsalo: Ein Insel-Friedhof in Finnland

Metallkreuze und ihre Verwendung

Finnland bleibt mein Sehnsuchtsland solange ich lebe. Da ist es doch nur allzu verständlich, dass ich mich auch nach meinem Tod nach einem schönen finnischen Fleckchen sehne, wo ich mich zu Hause fühle.

Eine Dorfbestattung in China (Teil I)

Der Sarg wird mit bunten Papieren geschmückt

Am 27. März 2016, in den frühen Morgenstunden, starb mein Schwiegervater, Du Licheng, im Alter von 88 Jahren in einem Krankenhaus der Provinzhauptstadt Yinchuan, wo er die letzten fünfzig Jahre gelebt hatte. Zwei Tage später wurde der Leichnam nach einer kurzen Feierzeremonie mit Familie, Vertretern seiner früheren Arbeitsstelle und Nachbarn eingeäschert.

Trauerkultur auf Kreta – ein Überblick

Ikarus

Mit 8.000 Jahren Geschichte ist die südlichste, größte Insel Griechenlands Kreta reich an Sagen. Mit ihr verbunden wird die Geburt des griechischen Göttervaters Zeus, auch seine erste sterbliche Liebschaft: Die dorthin entführte phönizische Königstochter Europa zeugte mit ihm ihren Sohn Minos und so auch das Herrschergeschlecht des Minoer. Kreta hat andererseits viele Herrschaften gekannt – auch römisch, byzantinisch, arabisch, venezianisch, osmanisch, deutsch.

Mitten im Leben – Die Friedhöfe von Saint Barthélemy (Antillen)

Friedhofstor

Die Antilleninsel Saint Barthélemy präsentiert sich am Ende der Regenzeit in kräftigen Farben, aufgeräumt und richtig gut gelaunt. Ein Jahr nach Hurrikan Irma hat sich die Natur erholt, die großen Infrastruktureinrichtungen sind wiederhergestellt, überall auf der Insel wird unermüdlich gebaut und renoviert und nur wenige Stellen erinnern noch an die Schäden und Verwüstungen, die Irma in der Nacht vom 5. September 2017 hinterlassen hatte.