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OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Aktuelles

Artikel aus der Rubrik "Aktuelles":

"Unsere Grab-WG" … : Das Gemeinschaftsgrab des Nyegaard-Stiftes auf dem Friedhof Diebsteich in Altona

Historischer Grabstein mit neuer Inschrift. Foto: N. Fischer

Gemeinschaftsgrabanlagen zählen zu den wichtigsten Trends aktueller Friedhofs- und Bestattungskultur. Der Begriff selbst ist nicht eindeutig definiert. Im weitesten Sinn meint er eine Anlage, die zusammenhängenden Gestaltungskriterien folgt und von zentraler Hand gepflegt wird. Lange Zeit wurde der Begriff allein für so genannte Anonyme Felder mit Rasenbestattungen ohne individuelle Kennzeichnung des Einzelgrabes verwendet. Gegenwärtig jedoch wird der Begriff vor allem für thematisch, symbolisch oder gruppenbezogen orientierte Anlagen benutzt.

15 Jahre Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister e.V. in Schleswig-Holstein – Eine Jubiläumsveranstaltung

Erinnerungsschätze. Foto: VEID Schleswig-Holstein

Die ersten Gruppen für Verwaiste Eltern im nördlichsten Bundesland entstanden 1991 in Schleswig. Im Jahr 2004 gründeten Eltern, die in der schwersten Zeit ihres Lebens hier Begleitung erlebt haben, einen Verein. Inzwischen trägt der Verein den Namen "Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister Schleswig-Holstein". Das 15jährige Bestehen feierten Eltern, TrauerbegleiterInnen und FreundInnen im festlichen Rahmen des St. Johannis-Klosters zu Schleswig.

Neuer Trend aus den USA: Kompostbestattung

Im Mai 2019 ist durch alle Deutschen Nachrichtenkanäle folgende Meldung geflogen: Zulassung erteilt von Kompost-Bestattungen für Menschen in den USA, genauer in Washington. Der Firma Recompose, einem Start-UP Unternehmen, war aufgefallen, dass es energetisch-bilanziell nicht gut ist, wenn der Mensch verbrannt wird, weil viel Energie aufgewendet werden muss und ein Großteil der wertvollen Biomoleküle eines Körpers durch die Kremation zerstört werden.

Der Ohlsdorfer Friedhof, historische Grabmalkultur und 30 Jahre Förderkreis Ohlsdorf

Norbert Fischer bei der Festrede 30 Jahre Förderkreis Ohlsdorf

Anmerkung der Redaktion: Bei dem folgenden Text handelt es sich um den überarbeiteten Festvortrag anlässlich des 30jährigen Bestehens des Förderkreises Ohlsdorfer Friedhof e.V. am 26. Mai 2019 auf dem "Bürgerfest" Ohlsdorfer Friedhof. Der Verfasser dankt Dr. Barbara Leisner für wichtige Informationen und Hinweise für den vorliegenden Text.

transmortale IX – Neue Forschungen zum Thema Tod 2019 (Tagungsbericht)

Der Tagungsraum im Kasseler Museum für Sepulkralkultur

Forschungen zur Sepulkralkultur finden seit einigen Jahren in einem fächerübergreifenden Kontext statt. Die Tagung würdigt diese Entwicklung seit 2010, indem sie einen interdisziplinären Raum für den Austausch, die Reflexion und die Diskussion in Bezug auf die drei Themenkomplexe Sterben, Trauern sowie Tod/Vergänglichkeit schafft. Zum Tagungsprogramm gehörte erstmals eine Vorabendveranstaltung, die eine Führung durch die Dauer- und aktuelle Sonderausstellung des Museums für Sepulkralkultur und einen anschließenden Abendvortrag beinhaltete.

Aufruf zur Gründung eines Dachverbandes der "Friedhofsfreunde"

In Ohlsdorf hat sich Anfang Februar eine Gruppe zusammengefunden, in der die Gründung eines Dachvereins für alle Vereine und Initiativen, die sich für die Friedhofserhaltung einsetzen, diskutiert wurde. Jetzt ruft die Initiativgruppe mit dem folgenden Brief, den alle Gruppierungen – soweit ihre Adressen bekannt sind – auch direkt erhalten werden, dazu auf, aktiv zu werden.

Neue Info-Tafeln auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Seit Kurzem leuchtet es an einigen Stellen auf dem Friedhof in knalligen Farben – große Buchstaben in Orange und Tafeln, deren Farbton allerdings etwas mehr ins Rot geht. Eine Erklärung dazu findet man im Internet auf der Homepage des Friedhofs. Dort ist nachzulesen, dass es insgesamt 17 "Informationselemente" geben wird.

Zum Autoverkehr auf dem Ohlsdorfer Friedhof

Die Frage, wie der Durchgangsverkehr auf dem Ohlsdorfer Friedhof am besten einzudämmen oder ganz zu unterbinden ist, ist zurzeit das Thema. Nachdem die Idee einer Maut für den Friedhof "vom Tisch" ist, haben sich die Wogen immerhin wieder etwas geglättet. Selbst bei denen, die eine Maut für reine Durchfahrer durchaus für sinnvoll halten, kamen deutliche Argumente gegen eine generelle Erhebung von Gebühren, also auch von Grabbesuchern, und ein "Abkassieren" sogar bei Trauergesellschaften wurde schlicht als pietätlos eingestuft.

Erinnerungsstein für namenlose Flüchtlinge in Arsten

Auf dem evangelischen Friedhof der St. Johannes-Kirche Arsten bei Bremen wurde im letzten Jahr ein Gedenkstein für Flüchtlinge eingeweiht, die auf dem Weg nach Europa ihr Leben verloren haben. Die 230 x 120 cm große Bronzeplatte des Künstlers Klaus Effern, die in einer Rasenfläche in der Nähe eines Gedenkortes für Kriegstote verlegt worden ist, stellt eine Meereswelle (oder Sanddüne) dar.