OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur

Mein Leben mit der "Zeitschrift für Trauerkultur"

 - Mai 2019
Ausgabe: 
Nr. 145, II, 2019

Wenn man als Angestellter im Alter von 65 Jahren in Rente gehen will, sollte man schon eine Idee haben, was man in den kommenden Jahren mit seiner Zeit anfangen will.

Für mich war die Sache klar. Da ich in der Werbebranche die Produktion von Zeitschriften und Druckschriften aller Art von der Pieke auf gelernt hatte, wollte ich die im Beruf erworbenen Kenntnisse auch im folgenden Ruhestand nicht veröden lassen, sondern weiter zur Anwendung bringen, um Bücher und private Drucksachen aller Art herzustellen. Ich richtete mir in der Wohnung ein kleines Büro ein und investierte in die erforderliche Macintosh-Computertechnik und die nötige Software dazu.

Zufällig nahm ich zu dieser Zeit an einer Mitgliederversammlung des Förderkreises teil, auf der Barbara Leisner und Norbert Fischer dem Vorstand von der Arbeit der Redaktion dieser Zeitschrift berichten wollten. Sie waren bekümmert, dass sie zurzeit keinen Grafiker, Layouter oder Produktioner hätten, der zu günstigen Konditionen eine fachgerechte Gestaltung und Produktion der kommenden Ausgaben besorgt. Ich meldete mich zu Wort und sagte, dass ich das machen könnte. Dieser Vorschlag wurde ohne weitere Diskussion sofort von Barbara Leisner, die während der Mitgliederversammlung neben mir saß, angenommen. So begann meine Mitarbeit in der Redaktion dieser Zeitschrift als Layouter, die bis heute andauert.

In den vergangenen 22 Jahren sind 88 Ausgaben der Zeitschrift erschienen. Heft 56 war die erste Ausgabe, an der ich mitarbeiten konnte. 32 Seiten schwarzweiß mit einer von mir handgezeichneten Titelillustration. Erst Jahre später wurden farbige Titelfotos möglich. Inzwischen ist Farbdruck auf allen Seiten standardmäßig möglich. Im Laufe der Jahre wurde die Druckerei ein halbes Dutzend Mal gewechselt, um ein immer besseres Druckergebnis zu erzielen. Für den Layouter bestand die Herausforderung bei jeder neuen Ausgabe wieder darin, die von den Autoren gelieferten Textmengen und Bilder so aufzuteilen, dass sie auf eine durch vier teilbare Seitenzahl passten, was drucktechnisch erforderlich ist. Die Suche nach einem möglichst aufmerksamkeitsstarken und themengerechten Titelbild erforderte häufig besonderen Einsatz. Schön war, dass ich im Laufe der Jahre gelegentlich auch eigene Textbeiträge sowie eine Menge meiner Fotos vom Ohlsdorfer Friedhof in OZT veröffentlichen konnte.

Jetzt aber ist Schluss. Das heißt, obwohl diese ehrenamtliche Aufgabe mir immer viel Spaß gemacht hat und mich 22 Jahre meines Lebens begleitet hat wie eine Lebensabschnittgefährtin, muss ich den Job altersbedingt und aus gesundheitlichen Gründen nun abgeben. Aber Glück im Unglück: Es wurde bereits ein Nachfolger in Person von Dr. Heiko Schulze gefunden, der als Mit-Autor des zweibändigen Katalogs des Ohlsdorfer Friedhofs den Mitgliedern zumindest dem Namen nach schon bekannt ist und der mit dem Layout des vorliegenden Heftes neue Gestaltungsideen einbringt.

Heft-Rubrik: 

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