Historisches Pestkreuz auf dem St. Lorenz-Friedhof
Bis zur Eröffnung des Burgtor-Friedhofes fanden die Lübecker Toten ihre letzte Ruhestätte in der Regel innerhalb der Stadtmauern an oder in den Kirchen. Mit der Einführung der Reformation war der Toten-und Jenseitsglaube in Lübeck zwar aufgegeben worden, doch setzte sich ein Begräbnis außerhalb der Stadt nicht durch.
Fliegenpilz
Viele Menschen sind in den Sommer- und Herbstmonaten in den Wäldern unterwegs, um allseits bekannte Speisepilze wie den Steinpilz, die Pfifferlinge oder die Maronen zu sammeln. Die meisten von ihnen kämen kaum auf den Gedanken, einen Friedhof in die Liste ihrer Suchgebiete aufzunehmen. Ein Parkfriedhof wie Ohlsdorf aber zeichnet sich als Pilz-Suchgebiet besonders aus.
Auf dem Burgtor-Friedhof in Lübeck befindet sich seit über 20 Jahren ein ungewöhnliches, aus Holz gefertigtes und originell verziertes Grabmal. Es ist dem Künstler Günter Haase gewidmet - er starb im Alter von 45 Jahren und noch vor seiner Mutter Lieselotte (die ebenfalls auf der Grabstätte bestattet wurde).
Der Bölck-Grabstein auf dem Oldesloer Friedhof mit Friedhofsverwalter Jörg Lelke. Foto: N. Fischer
Am 16. August 2019 wurde auf dem Evangelisch-Lutherischen Friedhof Bad Oldesloe der Grabstein für den bedeutenden Unternehmer und Mäzen Friedrich Bölck (1877-1940) neu aufgestellt. Der Grabstein stand zuvor auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg. Der neue Standort wurde mit einer Feier auf dem Friedhof eingeweiht, bei der die Oldesloer Stadtarchivarin Sylvina Zander in einer Rede auf die historische Bedeutung Bölcks hinwies.
Anm. d. Redaktion: Am 7./8. September 2012 fand an der Universität Hamburg eine Tagung unter dem oben genannten Titel statt. Im Folgenden werden jene beiden Vorträge zusammengefasst, die sich in besonderem Maß mit Tod, Trauer und Erinnerung im Umfeld des Zweiten Weltkriegs befassten. Veranstalter der Tagung: Universität Hamburg, Institut für Volkskunde/Kulturanthropologie und Historisches Seminar/Hamburger Arbeitskreis für Regionalgeschichte (Prof. Dr. Sabine Kienitz, Prof. Dr. Norbert Fischer, Prof. Dr. Franklin Kopitzsch).
Hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Friedhof und Denkmal/Museum für Sepulkralkultur, Kassel. Berlin 2009 (Reimer-Verlag), 424 Seiten, zahlreiche s/w-Abb.