Bei den Aktiven des Vereins ergaben sich im vergangenen Jahr einige Veränderungen. Ausgeschieden aus dem Verein ist Uwe Almstedt, Archivar und Beisitzer im Vorstand. Ein geeigneter Nachfolger fehlt leider bislang. Dafür bekam zunächst das Scan-Team Verstärkung. Kerstin Wilcke ist jetzt montags am Scan-Rechner im Büro anzutreffen. In diesen Bereich hat sich auch Tajana Schneemann eingearbeitet und ist meist am Donnerstag im Museum tätig.
Im November erhielt das Museumsteam den ausführlichen Dankesbrief einer Besucherin aus Essen. Sie war einen Monat zuvor in das Museum gekommen und schreibt, dass sie es "wirklich als Ehre" empfindet und "mit Freude an dieses Erlebnis zurück"-denkt. Sie wollte unbedingt das Grab ihres derzeitigen Lieblingsschauspielers Horst Frank finden, dessen Teufel in der Serie "Timm Thaler" ihr als Kind zwar nicht gefiel, sie aber jetzt begeisterte.
Die diesjährige Exkursion des Förderkreises ging am 2. September 2017 nach Wismar. Der Besuch des historischen Friedhofs von Wismar war das Hauptziel. Er ist fast 50 Jahre älter als der Ohlsdorfer Friedhof. Dabei lernten wir auch den Freundeskreis des Friedhofs von Wismar kennen (http://www.friedhofsverein-wismar.de/), der uns mit Kaffee und Kuchen im historischen Leichenwärterhaus empfing.
Wenn der Friedhofsbesucher von der Kapelle 1 in Richtung Kapelle 2 schlendert, so sieht er zur linken Seite, kurz hinter der Kreuzung Kapellenstraße/Teichstraße, kreisförmig angeordnete kleine Findlinge liegen. Diese bezeichnen die Umrisse einer Grablege aus der älteren Eisenzeit. Angrenzend stehen Grabdenkmäler, die ursprünglich mit der Vorgabe "Auf Friedhofsdauer" erworben worden sind und noch immer an Ort und Stelle stehen.
Das 'Museum Elbinsel Wilhelmsburg e. V.' hatte in seinem Veranstaltungs-Flyer eine Ausstellung zum 100. Todestag unseres Friedhofsdirektors Wilhelm Cordes angekündigt, für mich als Mitglied des Förderkreises natürlich ein sehr interessantes Thema. Vernissage am 27. August – der Termin passte, also auf nach Wilhelmsburg.Beim Museum angekommen zunächst Verwunderung – keine Anzeichen von den doch sonst bei solchen Veranstaltungen üblichen erhöhten Aktivitäten.
Bei strahlendem Sonnenschein hat der ehemalige Leiter des Ohlsdorfer Friedhofs und heute 2. Vorsitzende des Förderkreises Jan Gawryluk am 26. März 2017 einen interessanten Vortrag über den derzeitigen Stand der Veränderungen unserer heutigen Friedhöfe gehalten und zugleich die Grenzen und Möglichkeiten der Friedhofsbetreiber aufgezeigt.
Auf vielfältigen Wunsch steht seit kurzem eine Bank vor dem Museum. Sie befand sich lange Jahre oberhalb der Cordesterrassen vor dem ersten Patenschaftsgrab Rübcke, ehemals Gerstenkorn.
Diese Aktion läuft jetzt seit gut zwei Jahren. Es ist daher Zeit, ein Resümee zu ziehen. Anfänglich wurden nur einige wenige Steine ausgewählt, die sichergestellt worden sind. Es wurde aber schnell klar, dass andere Wege gefunden werden müssen.
Lieber Helmut! Fast gleichzeitig, im Jahr der deutschen Wiedervereinigung 1989, waren wir zwei der dreizehn Mitbegründer vom "Förderkreis Ohlsdorfer Friedhof". Unser gemeinsames Ziel war der Erhalt der hohen Sepulkralkultur unseres herrlichen größten Parkfriedhofs der Erde. Dein Fachwissen als Gartenarchitekt und Deine fest, beständig auf ein Ziel gerichtete Wesensart machten Dich bald zu einer Führungsfigur in unserem kleinen Kreis, der aber bald zu seiner jetzigen Größe heranwuchs.