Wie nachhaltig arbeitet die Bestattungsbranche? Wie können Abschiedsräume attraktiv gestaltet werden? Warum kann es wichtig sein, dass sich Unternehmen frühzeitig mit dem potenziellen Todesfall von Mitarbeiter*innen befassen, und wie wird im Internet getrauert? Diese und weitere Themen stehen auf dem Programm der transmortale XIII - der deutschlandweit einzigartigen Tagung zu den Themen Sterben, Tod und Trauer.
Auf dem Friedhof Ohlsdorf in Hamburg gibt es einen Ort, von dem neue Impulse für unsere Trauerkultur ausgehen. Die Trauerhaltestelle ist ein öffentlicher Rückzugsort, an dem Menschen sich geborgen fühlen und in ihrer Trauer aktiv sein können. Im Kurzfilm des Videokünstlers und Filmemachers Pavel Franzusov wird dieser besondere Ort erfahrbar. Er spricht mit Menschen, die hier einen Raum für ihr ganz persönliches Gedenken gefunden haben.
Am Samstag, den 23.März 2024, findet die transmortale XIII statt, gemeinsam veranstaltet vom Institut für Empirische Kulturwissenschaft der Universität Hamburg (Prof. Norbert Fischer) und dem Museum/Zentralinstitut für Sepulkralkultur (Dr. Dirk Pörschmann, Dr. Dagmar Kuhle) in Zusammenarbeit mit dem Organisationsteam Berlin (Moritz Buchner, Jan Möllers, Stephan Hadraschek).
Immer mehr Menschen verzichten auf den kirchlichen Segen bei einer Bestattung. Der Glaube hat damit wenig zu tun, Individualität ist gefragt. Auf dem Kirchenfriedhof ist dafür aber nicht immer Platz.
Aus Lautsprechern klang "Du bist niemals allein" von Cat Ballou, während sich die Menschen in einer langen Schlange aufstellten. Nach und nach verabschiedeten sie sich von der Toten.
In Wyk, dem Hauptort der nordfriesischen Insel Föhr, wächst zwischen alten Kiefern, die den großen Orkan "Christian" im Oktober 2013 überlebt haben, ein neuer Mischwald heran. Die jungen Bäume werden seit 2015 von Eltern zum Gedenken an ihre verstorbenen Kinder gepflanzt. Der Tod ihrer Kinder fegte wie ein Orkan durch die Familien, hinterließ ein großes Chaos von Verlust und Schmerz, Verzweiflung und Einsamkeit.
Auf Wikipedia gibt es jedes Jahr mit "Wiki Loves Monuments" einen der größten Fotowettbewerbe der Welt zum gebauten Kulturerbe. In Deutschland wird es dieses Jahr innerhalb des Wettbewerbs einen "Sonderpreis Friedhöfe" geben. Die Partnerschaft dafür hat das Kuratorium Immaterielles Erbe Friedhofskultur übernommen. Teilnehmen kann jeder.
Die Familie von Henning Hammond-Norden, dem ehemaligen Vorsitzenden des Förderkreises, hat schon vor längerer Zeit das Familiengrabmal in der Nähe des Rosengartens aufgegeben. Vor einiger Zeit wurde es in Patenschaft vergeben. Dabei wurde das unter Denkmalschutz stehende Grabmal allerdings so verändert, dass der Anblick den Steinmetz und Bildhauer Hammond-Norden entsetzte.
Ende 2022 ist die 25-jährige Ruhezeit auf der ersten Grabstätte des Vereins MEMENTO abgelaufen. Damit endete auch der Patenschaftsvertrag über das dort erhaltene historische Grabmal, das unter Denkmalschutz steht.
Der brasilianische Fußballspieler Pelé gilt nicht nur in seinem Land als Idol. Sein Tod im Alter von 82 Jahren am 29. Dezember 2022 hat weltweite Trauer ausgelöst. Am 3. Januar dieses Jahres wurde er in seiner Heimatstadt, der brasilianischen Hafenstadt Santos, auf dem - für deutsche Verhältnisse ungewöhnlichen - vertikalen Friedhof "Memorial Necropole Ecumenica" beigesetzt.