Der "Día de los Muertos" oder Tag der Toten wird in den letzten Jahren zunehmend bekannter, auch wenn (oder weil?) die fröhliche Art der Mexikaner, mit dem Tod umzugehen, für Westeuropäer etwas befremdend bleibt.
Ihrer inzwischen 23jährigen Tochter, die dort ihre Kindheit und Jugend verbracht hatte, schenkte eine Mutter Erinnerungen aus "Lauenburg in Pommerland" (heute Lbork in Polen), wo ihr Mann ab 1917 jahrelang Landrat war.
An der Westgrenze des Atlantiks, südlich vom Wendekreis des Krebses, liegt zwischen Florida und Venezuela die lange Inselkette der Antillen: Im Nordwesten die Großen Antillen wie Kuba oder Haiti, im Südosten die Kleinen Antillen, unter ihnen die Doppelinsel Guadeloupe; aus der Luft betrachtet, wirkt sie grob wie ein Schmetterling mit ihren beiden verbundenen Teilen Basse-Terre im Westen, Grande-Terre im Osten.
Auf dem Ohlsdorfer Parkfriedhof kann jeder Besucher leicht erkennen, ob eine Grabstätte regelmäßig besucht und gepflegt, auch verschönert oder personalisiert wird. Die Vielfältigkeit der Mitbringsel und Verzierungen, die Art der Auswahl, Einordnung oder Aufhängung sagt eine Menge über Trauerverarbeitung.
Seit 1982 gehört die Stätte Timgad im Nordosten Algeriens zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der römische Kaiser Trajan ließ die früher unter dem Namen Thamugadi bekannte Militärkolonie im Jahre 100 errichten. Hier ist die typische Struktur römischer Stadtgründungen mit quadratischer Form und Unterteilung besonders gut erkennbar. Die Ruinenstadt liegt knapp 200 km südlich der Mittelmeerküste in einer grünen Ebene nördlich der Aurès-Berge, etwa 100 km südlich von Constantine und 40 km östlich von Batna.
Bei der hohen Marmorstele aus dem Jahre 1938 auf der Grabstätte Popp in Q 7, 114-119 steht streng und statuarisch ein Paar neben einer mächtigen Eiche mit zwei Vögeln darin, im Hintergrund eine Landschaft mit untergehender Sonne.
Kunstvoll schmückt eine Palme das Grabmal der 1910 mit 22 Jahren verstorbenen Ruta Akawie; dort umrahmen je drei Trauernde den breitgefächerten Baum. Mit einer subtilen Metapher gibt die Skulptur den Eindruck eines großen, weinenden Gesichtes, wobei die Köpfe der Menschen die Augen, ihre Kleider die Tränen, die Palmblätter die Augenbraunen, der Stamm die Nase und die halbrunde Tafel darunter traurige Lippen darstellen könnten.
Wer immer (womöglich im Zweifel) diese titelgebende Frage stellen sollte, würde als unmittelbare Antwort ein entschiedenes Ja zu hören bekommen – zumindest vonseiten der Verfasserin, welche als Französin mit Wahlheimat Hamburg schon lange engagiertes Mitglied des Förderkreises ist und seit gut vier Jahrzehnten in Klein-Borstel und damit in direkter Nähe vom Ohlsdorfer Friedhof lebt.