Der Friedhof soll nicht eine Stätte der Todten und der Verwesung sein.
Freundlich und lieblich soll Alles dem Besucher entgegentreten und dadurch der Ort aus der umgebenden Landschaft herausgehoben und geweiht werden.
OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur
Musealisierung der Friedhöfe
Ausgabe: Nr. 104, I, 2009 - Februar 2009
Autor: Norbert Fischer
Geschichte ist gerade in Krisen- und Umbruchszeiten en vogue.
Viele Museen und Ausstellungshäuser verzeichnen stetig wachsenden Zulauf. Auch Friedhöfe und Grabmäler werden zunehmend musealisiert. Dies geschieht in vielerlei Varianten: Es gibt Grabmäler im Museum und Grabmal-Freilichtmuseen, das heißt: Historische Grabmäler werden musealisiert, indem sie in besonderen Arealen neu aufgestellt und mit Erläuterungstafeln versehen werden – ein besonderes, überregional bekanntes Beispiel ist der "Garten der Frauen" auf dem Hamburg-Ohlsdorfer Friedhof.

- Titelseite Nr. 104. Lapidarium auf dem Bergstedter Friedhof. Foto: Prell
Kulturhistorisch bedeutsam sind aber nicht nur einzelne Grabmäler oder Grabmal-Ensembles, sondern auch einzelne Friedhofsanlagen oder speziell gestaltete Friedhofsbereiche innerhalb größerer Friedhöfe. Nicht selten werden nicht mehr genutzte ("aufgelassene") Kirch- und Friedhöfe mitsamt ihrem historischen Bestand insgesamt unter Denkmalschutz gestellt. Die "Musealisierung der Friedhöfe" ist also ein aktuelles Phänomen, das vielfältige Ausdrucksformen gewonnen hat. Das vorliegende Heft widmet sich einigen ausgewählten Beispielen.
Titelthema: Musealisierung der Friedhöfe
Heft-Rubrik: Aus der Redaktion

