Der Friedhof soll nicht eine Stätte der Todten und der Verwesung sein.
Freundlich und lieblich soll Alles dem Besucher entgegentreten und dadurch der Ort aus der umgebenden Landschaft herausgehoben und geweiht werden.
OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur
Friedhöfe zwischen Elbe und Weser
Ausgabe: Nr. 102, III, 2008 - August 2008
Autor: Norbert Fischer
Im Allgemeinen betrachten wir, wenn es um Friedhofsgeschichte geht, die Entwicklung in den Städten.
Aber in vielen ländlichen Regionen haben sich ganz eigene Traditionen erhalten, die nicht selten auf besondere landschaftliche Gegebenheiten zurückgeführt werden können. Dies gilt jedenfalls für den zwischen Hamburg und Bremen gelegenen Elbe-Weser-Raum. Er ist gekennzeichnet durch teils weite Geest-, Moor- und Marschflächen.

- Titelseite Nr. 102. Familiengrab für J. Mattheiß auf dem Alten Friedhof an der St.-Gertrud-Kirche in Cuxhaven-Döse. (Foto: Peter Schulze)
Maritime Traditionen, der über Jahrhunderte anhaltende Wohlstand der Marschenbauern oder die Kolonisierung des Teufelsmoores haben auch in der Friedhofs- und Grabmalkultur ihre Spuren hinterlassen. Dies wird im vorliegenden Heft beispielhaft dokumentiert an Hand besonderer Persönlichkeiten, wie dem Marschendichter Hermann Allmers und dem Moorkommissar Jürgen Christian Findorff, aber auch an Hand einer spezifisch maritimen Grabmalsymbolik, wie auf dem alten Döser Friedhof in Cuxhaven.

- Museal aufgestellte historische Grabsteine am Eingang des Friedhofs Ritzebüttel in Cuxhaven (Foto: Peter Schulze)
Titelthema: Friedhöfe zwischen Elbe und Weser
Heft-Rubrik: Aus der Redaktion

