Der Friedhof soll nicht eine Stätte der Todten und der Verwesung sein.
Freundlich und lieblich soll Alles dem Besucher entgegentreten und dadurch der Ort aus der umgebenden Landschaft herausgehoben und geweiht werden.
OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur
Sabine Knoll: Über den Alten Friedhof Harburg
Ausgabe: Nr. 109, II, 2010 - Mai 2010
Autor: Helmut Schoenfeld (Rezensent)
Hrsg. Rainer-Maria Weiss. Hamburg 2010, 86 Seiten
Es ist noch nicht lange her, dass sich in Harburg, einem Stadtteil im Süden Hamburgs, der gemeinnützige Förderverein Alterfriedhof Harburg e. V. gegründet hat mit dem Ziel, sich um den denkmalgeschützten Alten Friedhof an der Bremer Straße zu kümmern und ihn wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Und schon kann er mit seiner Unterstützung eine Veröffentlichung des Hamburger Museum für Archäologie und die Geschichte Harburgs – Helmsmuseum ermöglichen. Der Untertitel Honoratioren – Kunst – Stadtgeschichte fasst prägnant zusammen, was die Veröffentlichung zu bieten hat: Nach einem historischen Abriss zur Friedhofsgeschichte in Harburg folgen 27 ausgewählte Grabstellen, die sowohl von der Person, als auch von der Grabmalkunst her bemerkenswert sind. Im Vordergrund steht die stadtgeschichtliche Bedeutung der Verstorbenen. Sie nimmt als Text eine Seite ein und wird auf der gegenüberliegenden mit Abbildungen ergänzt, die kaum einer Erläuterung bedürfen.
Das handliche Büchlein lädt ein, einen vielversprechenden, lehrreichen Rundgang über den Alten Friedhof zu unternehmen. Was dieser Veröffentlichung fehlt, ist eine Darstellung der beabsichtigen Aktivitäten des Fördervereins zur Erhaltung dieses Denkmals.
Titelthema: Porträts auf Grabmälern
Heft-Rubrik: Neue Bücher

