Bedenkt den eignen Tod,
den stirbt man nur.
Doch mit dem Tod der anderen
muss man leben.
OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur
Gemeinschaftsgrabanlage für totgeborene Kinder in Winsen/Luhe
Ausgabe: Nr. 85, II, 2004 - Mai 2004
Autor: Norbert Fischer
Auf dem Friedhof der St.-Marien-Kirchengemeinde in Winsen/Luhe wurde Anfang April 2004 eine Gemeinschaftsgrabanlage für totgeborene Kinder eingeweiht.
Die Einrichtung dieser Anlage geht auf die Zusammenarbeit des Friedhofsträgers mit der Geburts- und gynäkologischen Abteilung des örtlichen Kreiskrankenhauses zurück. Immer wieder wurde seitens betroffener Eltern der Wunsch geäußert, einen Ort der Erinnerung und Trauer zu schaffen – auch wenn es nach geltendem niedersächsischen Bestattungsrecht keine Pflicht zur Bestattung gibt. Die Grabanlage wird von einem zentralen Gedenkstein geschmückt. Anlässlich der Einweihung fand eine Feier in der Friedhofskapelle statt. Künftig sollen auf dem Winsener Friedhof regelmäßig entsprechende Gedenkfeiern stattfinden (Kontakt: Friedhofsverwaltung, Tel. 04171/73957).
Titelthema: Tod, Trauer und Weiblichkeit
Heft-Rubrik: Aktuelles

