Der Friedhof soll nicht eine Stätte der Todten und der Verwesung sein.
Freundlich und lieblich soll Alles dem Besucher entgegentreten und dadurch der Ort aus der umgebenden Landschaft herausgehoben und geweiht werden.
OHLSDORF - Zeitschrift für Trauerkultur
Der Mäzen Ferdinand Kugelmann
Ausgabe: Nr. 80, I, 2003 - Februar 2003
Autor: Helmut Schoenfeld
"Der 1840 geborene Ferdinand Kugelmann ist heute vergessen in der Stadt, die er einmal reich beschenkte", so schrieb vor kurzem Matthias Schmoock im Hamburger Abendblatt und brachte damit die reiche und freigebige jüdische Familie in Erinnerung, die von den Nazis ausgelöscht wurde.
Ferdinand Kugelmann, 1907 Mitbegründer der Hamburgischen Wissenschaftlichen Stiftung zur Errichtung einer Universität in Hamburg, verstarb bereits 1915 und wurde auf dem Friedhof Ohlsdorf beigesetzt. Sein Grabmal ist bemerkenswert, die breitgelagerte Grabwand mit erhöhtem, blockartigem Mittelteil und spitzbogigem Portal ist leicht in unmittelbarer Nähe des Wasserturms zu finden.

- "Grabmal Kugelmann" (Foto: Schulze)
Die Grabanlage ist ungepflegt und macht den gleichen Eindruck wie die Bildtafeln im Hauptgebäude der Universität, die u.a. auch an Kugelmann erinnern sollen. Sie sind alt und stumpf. Anders als diese Tafeln findet sein Grabmal hin und wieder Beachtung und das auf Friedhofsführungen des Förderkreises, natürlich bisher ohne etwas über die dort Beigesetzten zu wissen. Das wird sich nunmehr ändern.
Titelthema: Grabmalvorschriften
Heft-Rubrik: Aktuelles
Personen-Register: Schmoock, Matthias Kugelmann, Ferdinand

